kommende Sondervorstellungen

„In meinen Hörsaal nur die Scheuerfrau“ – 120 Jahre Frauenstudium in Heidelberg und in Baden-Württemberg

LIVE-Hörspiel zum Weltfrauentag am Sonntag, 08.03., 11:00 Uhr, GLORIA

Das Live-Hörspiel lassen wir mit einer Einladung zu einem Gläschen Sekt (auch alkoholfrei) gemeinsam ausklingen.

„Warum, Kindchen, wollen Sie eigentlich studieren? Sie wissen ja gar nicht, welche Riesenanforderungen es an Körper und Seele, an Kopf und Herz stellt. Rein körperlich werden Sie es schon nicht aushalten“ oder „Nur eine Frau kommt in meinen Hörsaal, die Scheuerfrau“: Professorale Sprüche wie diese waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts keine Seltenheit. Frauen wurden in Baden-Württemberg 1900 zunächst nur „versuchs- und probeweise“ an den Universitäten zugelassen. Im Februar 1906 promovierte Anna Martha Kannegiesser als erste Frau an der Universität Heidelberg. Und so beginnt ein bis heute spannendes, bewegendes Kapitel Emanzipationsgeschichte. Das musikalisch-literarische, ernste wie humorvolle Live-Hörspiel macht 120 Jahre Frauenstudium und die Pionierinnen als auch die Frauen-Gegner an den Akademien anhand von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Originaldokumenten wieder lebendig.

Es lesen: Veronika Haas (Literaturherbst Heidelberg), Matthias Paul (Freier Theaterverein Heidelberg e.V.), Jutta Freimuth (Gloria-Kino) und Jutta Wagner (Leiterin LiZ am DAI Heidelberg)

Live-Musik: Tina Kuka (Gesang), Oliver Kuka (Gitarre)

Autorin: Veronika Haas

 

EMMAS GLÜCK

Sondervorstellung am Dienstag, 10.03., 19:00 Uhr, Kamera

in Kooperation mit der Klinik für Palliativmedizin des Universtitätsklinikums Heidelberg

Wie kann das Leben bei schwerer, belastender Erkrankung zu Ende gelebt werden? Darauf gibt der Film „Emmas Glück“ eine ganz besonders „krasse“ Antwort, die sich lohnt, nach dem Film diskutiert zu werden. Es kommen die Perspektiven von (Palliativ-)Medizin, Theologie, Recht und der Gesellschaft – also der Teilnehmenden – zu Wort.

Film und Diskussion finden statt im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe zum 5-jährigen Bestehen des Lehrstuhls für Palliativmedizin in Heidelberg.

Moderation: Prof. Dr. med. Bernd Alt-Epping, Klinik für Palliativmedizin

weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie im Flyer:

Flyer Veranstaltungsreihe (pdf, 920 KByte)

 

D 2006, Regie: Sven Taddicken | 99 Min., FSK 12
Darsteller*innen: Jördis Triebel, Jürgen Vogel

EMMA lebt völlig allein als Schweinezüchterin auf dem heruntergekommenen und hoffnungslos verschuldeten Hof ihrer Familie. Sie behandelt ihre Schweine liebevoll bis zum letzten Tag und schlachtet sie auf ihre ganz eigene, zärtliche Art...

MAX ist Autoverkäufer, auch allein und hat öfter Magenschmerzen. Beim Arzt erfährt er, dass sein Leben auf der Kippe steht. In einer Kurzschlussreaktion klaut er das Geld seines einzigen Freundes, bucht einen Flug und will nur noch weit weg. Als Max auf der Flucht mit dem Jaguar aus der Kurve fliegt und auf EMMAS Hof landet, beginnt er zu erkennen, dass wahres GLÜCK viel näher liegen kann..

 

ORDNUNG

Sondervorstellung am Mittwoch, 11.03., 19:00 Uhr, Gloria im Rahmen der Ausstellung "Wer bin ich? - Bilder der Identitätssuche" - Sammlung Prinzhorn

Einführung von Museumsdirektor PD Dr. Thomas Röske

D 1980 | Regie: Sohrab Shahid Saless | 98 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Heinz Lieven, Dorothea Moritz

Jeden Sonntag wiederholt der arbeitslose Ingenieur Herbert Sladkowski (Heinz Lieven) sein Ritual: Er stellt sich auf die Straße und ruft laut „AUFSTEHEN!“ – ganz zum Ärgernis seiner Nachbarn, besonders jedoch seiner Frau Maria (Dorothea Moritz), die sich nichts sehnlicher als einen „normalen“ Ehemann wünscht. Weil er sich den sozialen Konventionen der bundesrepublikanischen Normalität der 1980er-Jahre entzieht, überredet ihn seine Frau zu einem Aufenthalt in einer Nervenklinik. Von dort aus soll er sich später als Geheilter wieder in die Gesellschaft integrieren.

Sohrab Shahid Saless‘ dramatischer Schwarzweißfilm ist eine scharfzüngige Untersuchung gesellschaftlicher Verhältnisse und der Frage danach, wie sehr sich das „Ich“ durch immergleiche Handlungen in einem sozialen System formt, und wie es sich im Vollzug dieser Ordnung manchmal auflöst. Wie viel „Ich“ bleibt, wenn die Welt nur noch ritualisierte Funktionen kennt?

Anschließend laden Thomas Röske und Dr. Behrang Samsami, Autor des Buches “Die langen Ferien des Sohrab Shahid Saless” zur Diskussion ein.

 

WE WANT SEX

Sondervorstellung in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg im Rahmen der Feministischen Wochen anlässlich des Equal Pay Day am Donnerstag, 12.03.26, 19:00 Uhr, GLORIETTE  

GB 2010, Regie: Nigel Cole, 113 Min., FSK 6 
Darsteller*innen: Sally Hawkins, Bob Hoskins, Miranda Richardson, Geraldine James, Rosamund Pike, Andrea Riseborough, Daniel Mays

Der Film erzählt die Geschichte der Ford-Arbeiterinnen im britischen Dagenham, die in den 1960er-Jahren für gleichen Lohn und gegen strukturelle Benachteiligung kämpften – und damit einen Meilenstein für die Gleichstellung am Arbeitsmarkt setzten.

Mit anschließendem Gespräch zu Ursachen von Entgeltungleichheit, zur Bedeutung historischer feministischer Arbeitskämpfe und darüber, welche konkreten Ansätze es heute gibt, um gleiche Bezahlung für Frauen und Männer voranzubringen. 

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Dr. Caroline Smout, Fachbereichsleiterin Teilhabegerechtigkeit am Arbeitsmarkt im Amt für Chancengleichheit, und Kathrin Biro, Geschäftsführerin von ver.di Rhein-Neckar.

Anlässlich des Equal Pay Day 2026 zeigen wir in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit den Film „We Want Sex“.

Erzählt wird die Geschichte der Ford-Arbeiterinnen im britischen Dagenham, die in den 1960er-Jahren für gleichen Lohn und gegen strukturelle Benachteiligung kämpften – und damit einen Meilenstein für die Gleichstellung am Arbeitsmarkt setzten.

Im Anschluss an die Vorführung laden Dr. Caroline Smout, Leiterin des Fachbereichs Teilhabegerechtigkeit am Arbeitsmarkt im Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, und Kathrin Biro, Geschäftsführerin von ver.di Rhein-Neckar, zu einem Gespräch ein. Sie geben Impulse zu den Ursachen der Entgeltungleichheit, zur Wirkung historischer feministischer Arbeitskämpfe und zu der Frage, was wir heute konkret für mehr Lohngerechtigkeit tun können. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, sich mit Fragen, Erfahrungen und Perspektiven an dem Gespräch zu beteiligen.

 

RUNNING VIA ALPINA

Sondervorstellung am Freitag, 13.03.26, 17:00 Uhr, KAMERA mit Ultra-Trailrunnerin Maggy (Magdalena Kalus)

Tickets über running-via-alpina.com

Maggy und Susi wollen das Abenteuer ihres Lebens wagen: Acht Länder, 2.000 Kilometer, 120.000 Höhenmeter – zu Fuß, laufend, über die legendäre Via Alpina. Zwei Jahre lang haben sie trainiert, geplant und jedes Detail vorbereitet. Nichts scheint sie aufhalten zu können.

Doch was als gemeinsames Hochgefühl beginnt, verwandelt sich in einen erbarmungslosen Kampf gegen die Natur. Tagelang prasselt Regen, Gewitter jagen über die Pässe, Schnee fällt – mitten im Juli. Nicht nur die Luft wird dünner, auch die Nerven liegen blank. Dann fällt eine von ihnen aus – und plötzlich steht alles auf der Kippe. Krankheit, Erschöpfung, Angst: Das Ende scheint unausweichlich. Zurückbleiben oder weitermachen – jede Entscheidung wiegt schwer. Zwischen Verzweiflung und Durchhaltewillen, Verantwortung und Risiko wird ihre Freundschaft auf die härteste Probe ihres Lebens gestellt.

RUNNING VIA ALPINA erzählt die Geschichte zweier Frauen, die alles auf eine Karte setzen – und dabei nicht nur die Alpen, sondern auch ihre inneren Grenzen überwinden. Es ist ein Film über Mut, Scheitern und Vertrauen – und über die Frage, was am Ende wirklich zählt: das Ziel, das Ankommen oder das gemeinsame Weitergehen. Eine filmische Hommage an die Schönheit und Härte der Alpen – und an eine Freundschaft, die trägt, wenn alles andere zu zerbrechen droht.

 

Exhibition on Screen:

TURNER & CONSTABLE

Sondervorstellungen im März und April in der Kamera, jeweils Sonntagsmatinée:

Sonntag, 15.03. | Sonntag, 29.03. | Sonntag, 05.04.

Die unglaubliche Geschichte von Großbritanniens bedeutendsten Landschaftsmalern und ihrer erbitterten Konkurrenz.Entstanden in enger Zusammenarbeit mit  dem Tate Britain Museum anlässlich des 250. Geburtstags von William Turner und John Constable.

Zwei der größten britischen Maler, William Turner und John Constable, waren auch die größten Rivalen. Beide erblickten mit nur einem Jahr Abstand das Licht der Welt – und beide nutzten die Landschaftsmalerei, um die sich verändernde Welt um sie herum zu dokumentieren. Das Tate Britain-Museum in London mit der weltweit umfangreichsten Sammlung britischer Kunst bringt diese beiden Meister für eine spektakuläre Ausstellung zusammen, die von November 2025 bis April 2026 läuft.

Die Kunstfilmreihe Exhibition on Screen hat exklusiven Zugang zur Ausstellung, um die außergewöhnliche Kunst und Lebensgeschichte dieser beiden Männer ins Kino und auf die große Leinwand zu bringen.

Turners glühende Sonnenuntergänge und phantastische Reiseszenen wie auch Constables idealisierte Darstellungen von geliebten Orten seiner Heimat versetzten die damalige Öffentlichkeit in einen Rausch der Begeisterung. Kritiker verglichen ihre völlig unterschiedlichen Stile mit dem Aufeinandertreffen von »Feuer und Wasser«.

Anlässlich des 250. Jahrestags der Geburt von William Turner und John Constable erforscht diese neue Dokumentation in Verbindung mit der epochalen Tate Ausstellung ihre miteinander verflochtenen Lebenswege und künstlerischen Vermächtnisse. Entdecken Sie mit faszinierenden Einblicken in Skizzenbücher und persönliche Dokumente ungeahnte Seiten der beiden Künstler, lassen Sie sich von führenden Experten in die Materie einführen!

 

Live Action Shorts
Animation Shorts

OSCAR - Shorts 2026

Live Action Shorts am Sonntag, 15.03.

Animation Shorts am Sonntag, 29.03.

Im März zeigen wir die Oscar - nominierten Kurzfilme in den Kategorien "Live Action Shorts" und "Animation Shorts".

In der Nacht der Oscar-Verleihung präsentieren wir die Live Action Shorts. Einer wird gewinnen.

Eine Witwe wird durch einen Fußball in ihrem Garten gestört. Plakate israelischer Geiseln in einem israelischen Supermarkts konfrontieren einen palästinensischer Metzger. Ein Historien-Epos um einen Heiratsantrags und die weibliche Periode. Ein Shopping-Sci-Fi, in dem Küssen verboten ist und Menschen für Dinge bezahlen, indem sie Ohrfeigen erhalten.

Am Sonntag, 29.03. folgen die Animation Shorts.

Von To-do-Listen und dem Hoffen auf ihr Ende. Vom verwaisten Bärenjungen und einem väterlichen Baum. Von der Quelle zum Fluss: In aller Kraft schwimmend das eigene Leben reflektieren! Ein armer Junge verliebt sich in ein Mädchen, dessen Trauer sich in wertvolle Perlen verwandelt. Und: Ein Bier-Thriller an einem Imbissstand in Prag.

 

Harold Lloyd
Laurel & Hardy

STUMMFILMABEND mit Live-Piano Begleitung

BEST OF COMEDY

am Mittwoch, 18.03., 20:00 Uhr, Kamera

Wir lassen die Zeit der Stummfilme aufleben und zeigen an diesem Abend eine Stummfilm-Auswahl mit einigen der berühmtesten Darsteller der Zeit: Buster Keaton, Harold Lloyd, Laurel & Hardy, Karl Valentin.

Die Filme werden live begleitet vom Stummfilm-Pianisten Frieder Alexander Egri.

Norbert Gräber wird zu den Filmen Hintergrundinfos geben.

In der Pause freuen wir uns auf ein gemeinsames Glas Sekt (auch alkoholfrei) mit unseren Gästen.

 

ALS OB DIE WELT TANZT

Sondervorstellung am Sonntag, 22.03., 11:00 Uhr, Kamera

im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus

Filmgespräch mit Regisseur Mario Di Carlo und Kameramann Klaus Woller im Anschluss an die Vorstellung

Musiker*innnen und Tänzer*innen aus der ganzen Welt treffen sich jedes Jahr auf der Burg Lichtenberg bei Kusel, musizieren und tanzen, verbinden ihre Kulturen, erzählen von ihrem Leben, leben Gemeinschat und geben ein begeisterndes Konzert.

Mittendrin und immer dabei ist der Dokumentarfilmer Mario Di Carlo mit seinem kleinen Team. Schnell stellt er fest: “Es geht nicht nur um Musik und Tanz, es geht um die großen Fragen des Lebens“

Ethno Germany ist ein tolles Beispiel, wie geben und Nehmen funktioniert. Nur so entsteht der Wow-Effekt, den wir geschafft haben.“ – Alice, Teilnehmerin aus der Ukraine

„Ethno ist der Moment, wo Du einer Gruppe von Menschen etwas anbietest, die es annehmen, wachsen lassen, und plötzlich hat es nichts mehr damit zu tun, was Du über Dich oder den Song dachtest.“ – Bonnie, Teilnehmerin aus Australien

„Das kulturelle und musikalische Erbe wird bewahrt und ganz neu erfunden. … ‚Als ob die Welt tanzt‘, ein berührender Film über das, was Jugendliche aus aller Welt bewegt, wie sie gemeinsam über alle Grenzen und Sprachbarrieren hinweg etwas Einzigartiges schaffen.“ – Titel, Thesen, Temperamente

„Wie Barrieren fallen können, zeigt uns Mario Di Carlo in seinem neuen Film. Der Filmemacher kommt den Jugendlichen auf dem Ethno Germany Camp ganz nahe.“ – SWR Kultur

 

IN DIE SONNE SCHAUEN

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.03.26, 19:30 Uhr

Poetisches Drama über vier Generationen vom Kaiserreich bis zur Jetztzeit und die sich im Laufe von 100 Jahren verändernden Rollenstrukturen zwischen Frauen und Männern.
vorgestellt von Daniel Nakhla und Edeltraud Tilch-Bauschke

D 2025 | Regie: Mascha Schilinski  | 149 Min. | FSK 16

Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. IN DIE SONNE SCHAUEN erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Wanken.

Einen großen, epochalen Film hat Mascha Schilinski mit IN DIE SONNE SCHAUEN geschaffen, eine Grand Tour in die feinsten Verzweigungen der Gefühlswelten dieser vier Frauen. IN DIE SONNE SCHAUEN zielt dabei auch auf unsere Gegenwart und unser sich akut veränderndes Erleben von Geschichte und dem Epochenwandel. Ein Film, der sich tief in unsere Wahrnehmung bohrt und die Sensation dort inszeniert, wo das Empfinden am Flüchtigsten ist: im schnell verblassenden Gefühl von Zeit.

 

ANGST ESSEN SEELE AUF

Sondervorstellung am Donnerstag, 26.03., 19:00 Uhr, Gloria im Rahmen der Ausstellung "Wer bin ich? - Bilder der Identitätssuche" - Sammlung Prinzhorn

und im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus

Einführung von Sarah Debatin, Archivarin des Museums

D 1974 | Regie: Rainer Werner Fassbinder | 93 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Brigitte Mira, El Hedi ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann, Rainer Werner Fassbinder, Elma Karlowa, Doris Mattes, Lilo Eder, Walter Sedlmeyer, Marquardt Bohm, Peter Gauhe, Margit Symo, Helga Ballhaus u a.

Entgegen jeder Erwartung verlieben sich Emmi, eine ältere deutsche Putzfrau, und Ali, ein jüngerer marokkanischer Gastarbeiter, ziehen zusammen und heiraten schließlich. Was als privates Glück beginnt, ist für die Außenwelt ein Skandal: Blicke, Gerüchte und das Tuscheln der Nachbarn bestimmen den Alltag; Emmis Kinder schämen sich, und in einem „Kolonialwarenladen“ wird sie des Geschäfts verwiesen. Als der äußere Druck der Gesellschaft nachlässt, werden die inneren Konflikte des Paares deutlich …

Mit „Angst essen Seele auf“ hat Rainer Werner Fassbinder nicht nur ein geflügeltes Bonmot geschaffen, sondern ein eindringliches Zeugnis der Migrationsdebatte der Bundesrepublik in den 1970er-Jahren vorgelegt. Den veralteten, rigiden gesellschaftlichen Normen stellt er ein individuelles Glück entgegen, das daran jedoch zu scheitern droht.

Der Film wird im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus mit einer Einführung von Archivarin Sarah Debatin gezeigt.

 

PILLION

Sondervorstellung am Freitag, 27.03., 20:45 Uhr, Gloria

Gemeinsam mit Queer Tour Heidelberg laden wir ab 20:15 Uhr zum Begrüßungssekt ein!

GB 2025 | Regie: Harry Lighton | 107 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge, Lesley Sharp

Als der schüchterne Colin in einer Bar auf den charismatischen Ray trifft, ist es sofort um ihn geschehen. Dass der attraktive Biker ausgerechnet ihn zu seinem neuen Gefährten erwählt, kann er kaum fassen. Ray fordert absolute Unterwerfung, zu der Colin nur allzu gern bereit ist. Im Gegenzug öffnet ihm Ray die Tür zu einer aufregenden Welt wilder Abenteuer und sexueller Ekstase. Während sich seine Eltern zunehmend Sorgen machen, genießt Colin sein neues Leben in vollen Zügen. Doch langsam erwacht in ihm eine leise Sehnsucht nach etwas, das Ray ihm vielleicht niemals geben kann…

Alexander Skarsgård und Harry-Potter-Star Harry Melling brillieren in der überraschend sensiblen DomCom mit einer herausragenden Performance voller Humor, Zärtlichkeit und emotionaler Tiefe.