kommende Sondervorstellungen

ALS OB DIE WELT TANZT

Sondervorstellung am Sonntag, 22.03., 11:00 Uhr, Kamera

im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus

Filmgespräch mit Regisseur Mario Di Carlo und Kameramann Klaus Woller im Anschluss an die Vorstellung

Musiker*innnen und Tänzer*innen aus der ganzen Welt treffen sich jedes Jahr auf der Burg Lichtenberg bei Kusel, musizieren und tanzen, verbinden ihre Kulturen, erzählen von ihrem Leben, leben Gemeinschaft und geben ein begeisterndes Konzert.

Mittendrin und immer dabei ist der Dokumentarfilmer Mario Di Carlo mit seinem kleinen Team. Schnell stellt er fest: “Es geht nicht nur um Musik und Tanz, es geht um die großen Fragen des Lebens“

Ethno Germany ist ein tolles Beispiel, wie geben und Nehmen funktioniert. Nur so entsteht der Wow-Effekt, den wir geschafft haben.“ – Alice, Teilnehmerin aus der Ukraine

„Ethno ist der Moment, wo Du einer Gruppe von Menschen etwas anbietest, die es annehmen, wachsen lassen, und plötzlich hat es nichts mehr damit zu tun, was Du über Dich oder den Song dachtest.“ – Bonnie, Teilnehmerin aus Australien

„Das kulturelle und musikalische Erbe wird bewahrt und ganz neu erfunden. … ‚Als ob die Welt tanzt‘, ein berührender Film über das, was Jugendliche aus aller Welt bewegt, wie sie gemeinsam über alle Grenzen und Sprachbarrieren hinweg etwas Einzigartiges schaffen.“ – Titel, Thesen, Temperamente

„Wie Barrieren fallen können, zeigt uns Mario Di Carlo in seinem neuen Film. Der Filmemacher kommt den Jugendlichen auf dem Ethno Germany Camp ganz nahe.“ – SWR Kultur

 

IN DIE SONNE SCHAUEN

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.03.26, 19:30 Uhr

Poetisches Drama über vier Generationen vom Kaiserreich bis zur Jetztzeit und die sich im Laufe von 100 Jahren verändernden Rollenstrukturen zwischen Frauen und Männern.
vorgestellt von Daniel Nakhla und Edeltraud Tilch-Bauschke

D 2025 | Regie: Mascha Schilinski  | 149 Min. | FSK 16

Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. IN DIE SONNE SCHAUEN erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Wanken.

Einen großen, epochalen Film hat Mascha Schilinski mit IN DIE SONNE SCHAUEN geschaffen, eine Grand Tour in die feinsten Verzweigungen der Gefühlswelten dieser vier Frauen. IN DIE SONNE SCHAUEN zielt dabei auch auf unsere Gegenwart und unser sich akut veränderndes Erleben von Geschichte und dem Epochenwandel. Ein Film, der sich tief in unsere Wahrnehmung bohrt und die Sensation dort inszeniert, wo das Empfinden am Flüchtigsten ist: im schnell verblassenden Gefühl von Zeit.

 

ANGST ESSEN SEELE AUF

Sondervorstellung am Donnerstag, 26.03., 19:00 Uhr, Gloria im Rahmen der Ausstellung "Wer bin ich? - Bilder der Identitätssuche" - Sammlung Prinzhorn

und im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus

Einführung von Sarah Debatin, Archivarin des Museums

D 1974 | Regie: Rainer Werner Fassbinder | 93 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Brigitte Mira, El Hedi ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann, Rainer Werner Fassbinder, Elma Karlowa, Doris Mattes, Lilo Eder, Walter Sedlmeyer, Marquardt Bohm, Peter Gauhe, Margit Symo, Helga Ballhaus u a.

Entgegen jeder Erwartung verlieben sich Emmi, eine ältere deutsche Putzfrau, und Ali, ein jüngerer marokkanischer Gastarbeiter, ziehen zusammen und heiraten schließlich. Was als privates Glück beginnt, ist für die Außenwelt ein Skandal: Blicke, Gerüchte und das Tuscheln der Nachbarn bestimmen den Alltag; Emmis Kinder schämen sich, und in einem „Kolonialwarenladen“ wird sie des Geschäfts verwiesen. Als der äußere Druck der Gesellschaft nachlässt, werden die inneren Konflikte des Paares deutlich …

Mit „Angst essen Seele auf“ hat Rainer Werner Fassbinder nicht nur ein geflügeltes Bonmot geschaffen, sondern ein eindringliches Zeugnis der Migrationsdebatte der Bundesrepublik in den 1970er-Jahren vorgelegt. Den veralteten, rigiden gesellschaftlichen Normen stellt er ein individuelles Glück entgegen, das daran jedoch zu scheitern droht.

Der Film wird im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus mit einer Einführung von Archivarin Sarah Debatin gezeigt.

 

PILLION

Sondervorstellung am Freitag, 27.03., 20:45 Uhr, Gloria

Gemeinsam mit Queer Tour Heidelberg laden wir ab 20:15 Uhr zum Begrüßungssekt ein!

GB 2025 | Regie: Harry Lighton | 107 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge, Lesley Sharp

Als der schüchterne Colin in einer Bar auf den charismatischen Ray trifft, ist es sofort um ihn geschehen. Dass der attraktive Biker ausgerechnet ihn zu seinem neuen Gefährten erwählt, kann er kaum fassen. Ray fordert absolute Unterwerfung, zu der Colin nur allzu gern bereit ist. Im Gegenzug öffnet ihm Ray die Tür zu einer aufregenden Welt wilder Abenteuer und sexueller Ekstase. Während sich seine Eltern zunehmend Sorgen machen, genießt Colin sein neues Leben in vollen Zügen. Doch langsam erwacht in ihm eine leise Sehnsucht nach etwas, das Ray ihm vielleicht niemals geben kann…

Alexander Skarsgård und Harry-Potter-Star Harry Melling brillieren in der überraschend sensiblen DomCom mit einer herausragenden Performance voller Humor, Zärtlichkeit und emotionaler Tiefe.

 

MEIN FREUND BARRY

Hunde-freundliche Sondervorstellung am Sonntag, 29.03., 11:00 Uhr, Gloria

in Kooperation mit dem Tierschutzverein für Heidelberg und Umgebung e.V. und CLF mobile Hundeschule

Wir laden Sie ein Ihren Hund zu dieser Sondervorstellung mitzubringen und können max. 10 Vierbeiner zu dieser Vorstellung begrüßen (nur nach vorheriger Anmeldung unter info@gloria-kamera-kinos.de).

Selbstverständlich ist die Vorstellung offen für alle Besucher*innen, - auch ohne Vierbeiner-Begleitung!

Wir starten mit einer kurzen Einführung in die Arbeit einer Hundetrainerin mit Helga Guder und mit einem informativen Blick in die Welt unseres Tierheims mit Iris Mathea vom Tierschutzverein Heidelberg.

Mitten in den malerischen, aber rauen Alpen wird eine Legende geboren: Barry, der berühmteste aller Bernhardiner. Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Familienfilm die bewegende Geschichte des legendären Lawinenhundes vom Großen Sankt Bernhard – von einer einzigartigen Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und seinem Hund.

 

Exhibition on Screen:

TURNER & CONSTABLE

Sondervorstellungen im März und April in der Kamera, jeweils Sonntagsmatinée:

Sonntag, 29.03. | Sonntag, 05.04.

Die unglaubliche Geschichte von Großbritanniens bedeutendsten Landschaftsmalern und ihrer erbitterten Konkurrenz.Entstanden in enger Zusammenarbeit mit  dem Tate Britain Museum anlässlich des 250. Geburtstags von William Turner und John Constable.

Zwei der größten britischen Maler, William Turner und John Constable, waren auch die größten Rivalen. Beide erblickten mit nur einem Jahr Abstand das Licht der Welt – und beide nutzten die Landschaftsmalerei, um die sich verändernde Welt um sie herum zu dokumentieren. Das Tate Britain-Museum in London mit der weltweit umfangreichsten Sammlung britischer Kunst bringt diese beiden Meister für eine spektakuläre Ausstellung zusammen, die von November 2025 bis April 2026 läuft.

Die Kunstfilmreihe Exhibition on Screen hat exklusiven Zugang zur Ausstellung, um die außergewöhnliche Kunst und Lebensgeschichte dieser beiden Männer ins Kino und auf die große Leinwand zu bringen.

Turners glühende Sonnenuntergänge und phantastische Reiseszenen wie auch Constables idealisierte Darstellungen von geliebten Orten seiner Heimat versetzten die damalige Öffentlichkeit in einen Rausch der Begeisterung. Kritiker verglichen ihre völlig unterschiedlichen Stile mit dem Aufeinandertreffen von »Feuer und Wasser«.

Anlässlich des 250. Jahrestags der Geburt von William Turner und John Constable erforscht diese neue Dokumentation in Verbindung mit der epochalen Tate Ausstellung ihre miteinander verflochtenen Lebenswege und künstlerischen Vermächtnisse. Entdecken Sie mit faszinierenden Einblicken in Skizzenbücher und persönliche Dokumente ungeahnte Seiten der beiden Künstler, lassen Sie sich von führenden Experten in die Materie einführen!

 

Live Action Shorts
Animation Shorts

OSCAR - Shorts 2026

Live Action Shorts am Sonntag, 15.03.

Animation Shorts am Sonntag, 29.03.

Im März zeigen wir die Oscar - nominierten Kurzfilme in den Kategorien "Live Action Shorts" und "Animation Shorts".

In der Nacht der Oscar-Verleihung präsentieren wir die Live Action Shorts. Einer wird gewinnen.

Eine Witwe wird durch einen Fußball in ihrem Garten gestört. Plakate israelischer Geiseln in einem israelischen Supermarkts konfrontieren einen palästinensischer Metzger. Ein Historien-Epos um einen Heiratsantrags und die weibliche Periode. Ein Shopping-Sci-Fi, in dem Küssen verboten ist und Menschen für Dinge bezahlen, indem sie Ohrfeigen erhalten.

Am Sonntag, 29.03. folgen die Animation Shorts.

Von To-do-Listen und dem Hoffen auf ihr Ende. Vom verwaisten Bärenjungen und einem väterlichen Baum. Von der Quelle zum Fluss: In aller Kraft schwimmend das eigene Leben reflektieren! Ein armer Junge verliebt sich in ein Mädchen, dessen Trauer sich in wertvolle Perlen verwandelt. Und: Ein Bier-Thriller an einem Imbissstand in Prag.

 

ROMERÍA - Das Tagebuch meiner Mutter

Premiere am Donnerstag, 02.04., 19:30 Uhr in Kooperation mit der Aidshilfe Heidelberg

40 Jahre Engagement, Solidarität und Aufklärung: Gemeinsam mit der Aidshilfe Heidelberg laden wir anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens zu einem besonderen Filmabend mit "Romería" ein, - ein eindrucksvoller Film über Selbstermächtigung, ein Drei-Generationen-Porträt über Scham, Schweigen und das Weitertragen verdrängter familiärer AIDS-Erfahrungen. Sensibel und vielschichtig erzählt Regisseurin Carla Simón von persönlicher Geschichte und gesellschaftlichem Wandel.

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu Sekt und alkoholfreiem Sekt ein. In entspannter Atmosphäre besteht die Möglichkeit zum Austausch und zu Gesprächen. Wir freuen uns auf einen bewegenden Abend und Ihr Kommen!

E/D 2025 | Regie: Carla Simón | 141 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Llúcia Garcia, Mitch , Tristán Ulloa, Alberto Gracia, Miryam Gallego, Janet Novás, José Ángel Egido, Marina Troncoso, Sara Casasnovas, Celine Tyll

Die 18jährige Marina ist nach dem frühen Aids-Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufgewachsen. Nun reist sie nach Vigo an die galicische Atlantikküste, um zum ersten Mal die Familie ihres Vaters Fon zu treffen und mit eigenen Augen zu sehen, wo ihre Eltern die kurze, wilde Zeit ihrer Liebe in den 80er Jahren erlebten, im Aufbruch nach Ende der Franco-Diktatur. Eigentlicher Anlass von Marinas Reise ist eine simple Formalie: Für ihr Stipendium an der Filmhochschule braucht sie die Sterbeurkunde ihres Vaters. Zu ihrem Erstaunen weist das Dokument Fon als kinderlos aus, ein Fehler, der sich durch die  Unterschrift der Großeltern leicht korrigieren ließe. 

Marina wird von der Familie in Galicien mit offenen Armen empfangen. Sie taucht ein in eine schwirrende Welt voller neuer Tanten, Onkeln, Cousins und Kusinen – und Geschichten, die sich auf seltsame Weise widersprechen. Ihre Ankunft rührt lange verschüttete Emotionen auf, verdrängte Gefühle, Scham, Schmerz und Zärtlichkeit. Hinter den Erzählungen, den Lügen, der Liebe und dem Schweigen der anderen zeichnet sich ab, wie das Leben ihrer Eltern gewesen sein könnte. Für Marina beginnt, begleitet vom Tagebuch ihrer Mutter, die aufwühlende Reise in eine Erinnerung, die sie sich selbst schaffen muss.

 

SICARIO

Klassikerfilmreihe Best Of Cinema am Dienstag, 07.04.26, Gloriette, OmU

USA 2015 | Regie: Denis Villeneuve | 121 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Emily Blunt, Benicio Del Toro, Josh Brolin, Victor Garber, Daniel Kaluuya, Jon Bernthal, Jeffrey Donovan

Nachdem die idealistische FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) im Geheimversteck eines Drogenkartells einen grausamen Fund macht, meldet sie sich zu einer internationalen Task-Force. Ihr erster Einsatz führt Kate direkt in das Grenzgebiet zwischen Arizona und Mexiko, wo sich ein routinierter Gefangenentransfer als gefährlicher Hinterhalt entpuppt. Kate stößt an ihre moralischen Grenzen...

"Dune"-Regisseur Dennis Villeneuve inszenierte mit SICARIO einen ebenso brillanten wie intensiven Thriller voller Hochspannung, der im Wettbewerb der 68. Filmfestspiele in Cannes seine Weltpremiere feierte

 

OSTPREUSSEN - Entschwundene Welt

Sternstunden in der Kamera am Donnerstag, 09.04.26, 14:30 Uhr, Kamera

Filmgespräch mit Regisseur und Produzent  Hermann Pölking-Eiken

Wir begrüßen unsere Gäste mit einem Stück Kuchen von Bäckerei Riegler und einem Glas Sekt, Sekt-Orange oder Sekt alkoholfrei

D 2025 Regie: Hermann Pölking-Eiken | 100 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm

In OSTPREUSSEN ENTSCHWUNDENE WELT präsentiert der Filmemacher Hermann Pölking eine einzigartige filmische Zeitreise. Der Autor des sehr erfolgreichen Sachbuchs „Ostpreußen – Biographie einer Provinz“ gilt als profunder Kenner der ostpreußischen Geschichte. Auch mit seinem Film möchte er (Zitat) „dazu beitragen, dass Ostpreußen unvergessener Teil der deutschen Geschichte“ bleibt.

Der Film erzählt die Geschichte Ostpreußens in der Zeit von 1912 bis 1945 ausschließlich anhand historischer Film- und Tonaufnahmen. Einen Großteil der gezeigten Bilder haben Amateurfilmer gedreht. Dadurch bietet der Film viele persönliche, biografische Einblicke. OSTPREUSSEN ENTSCHWUNDENE WELT ist ein reiner Kompilationsfilm – ein Kinofilm ohne nachträgliche szenische Inszenierungen, Interviews oder Neuaufnahmen der historischen Landschaft. Zwölf Jahre lang haben die Produzenten nach Filmquellen zum einst östlichsten Gebiet Deutschlands gesucht.

 

SHAHID

Sondervorstellung am Sonntag, 12.04., 11:00 Uhr (OmU), Gloria

in Kooperation mit DAI Heidelberg

(ermäßigter Eintritt für DAI-Mitglieder)

Gespräch mit Regisseurin Narges Kalhor

D 2024 | Regie: Narges Kalhor  | 84 Min. | FSK 12

Der Film Shahid verhandelt große politische Fragen in schmerzhaften, absurd-komischen Brechungen. Regisseurin Narges Kalhor will ihren Nachnamen „Shahid“ ablegen – im Iran heißt das „Märtyrer“. Mit dieser Ideologie will sie nichts zu tun haben, erst recht nicht im eigenen Namen. Der Antrag führt sie zu den Geistern ihrer Vorfahren und in die Mühlen deutscher Bürokratie. Zwischen Dokumentarfilm, Experiment und Selbstkommentar erkundet der Film ihre Familiengeschichte, die Geschichte Irans und Fragen von Identität – und hält radikalen Ideologien einen vielschichtigen Spiegel vor.

Narges Kalhor ist in Teheran geboren und lebt als iranisch-deutsche Regisseurin in Deutschland. 2009 beantragte sie hier Asyl. Ihr Kurzfilm Sensitive Content fand international Beachtung. Shahid (2024) lief im Berlinale Forum und wurde mehrfach ausgezeichnet.

 

DTH FILM: IMPRESSION

Sondervorstellung am Dienstag, 14.04., 20:00 Uhr, Gloriette

in Kooperation mit dem Dance Theatre Heidelberg - Theater und Orchester der Stadt Heidelberg

Ein Abend für Iván Pérez

Vom ersten Schritt bis zur letzten Welle: Wir feiern die künstlerische Reise von Iván Pérez am Theater und Orchester Heidelberg.

Mit der Präsentation des Videos seiner ersten Heidelberger Neukreation »Impression« öffnen wir ein Kapitel, das den Beginn einer intensiven, wegweisenden Zusammenarbeit markiert. In diesem Werk verschmolzen Tanz, Musik und visuelle Kunst zu einer poetischen Befragung der Generation Y – und legten zugleich den Grundstein für eine Ästhetik, die Pérez’ Zeit als künstlerische Leitung am Dance Theatre Heidelberg prägen sollte.

Von »Impression« bis zu seinem aktuellen Stück »Bodies of Water« spannt sich ein Bogen, der seine Handschrift sichtbar macht: die Suche nach der Verbindung zwischen Individuum und Kollektiv, die Offenheit für Kollaborationen, die Sensibilität für den Fluss der Zeit und die menschlichen Zustände, die darin aufscheinen.

Dieser Abend lädt dazu ein, auf Iván Pérez’ künstlerische Entwicklung zurückzublicken, Schwerpunkte neu zu entdecken und die Transformation zwischen Anfang und Abschlussmoment zu feiern. Eine Hommage an einen Künstler, dessen Arbeit das DTH in Bewegung versetzt und geprägt hat.

Nach der Videopräsentation laden wir ein zum Gespräch mit Iván Pérez und Tanzdramaturgin Natalie Broschat.

 

VIER MINUS DREI

Vorpremiere in Kooperation mit Literaturherbst Heidelberg am Mi 15.04.26, 19:00 Uhr, KAMERA

Wir begrüßen zum Filmgespräch Buchautorin Barbara Pachl-Eberhart und Regisseur Adrian Goiginger.

Vor und nach der Filmvorführung ist die Bücherstube an der Tiefburg mit einem Büchertisch vor Ort. Nach dem Film gibt es außerdem die Möglichkeit, Bücher von der Autorin signieren zu lassen.

A/D 2025 | Regie: Adrian Goiginger | 121 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld

Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Als Barbara wie aus dem Nichts durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Verlust lässt sie am Clownsein und dem eigenen Lebenssinn zweifeln. Doch Barbara stellt sich ihrem Schicksal. Mutig und unkonventionell findet sie ihren Weg, mit der Trauer umzugehen. Schritt für Schritt erkennt sie, dass das Leben trotz allem weitergeht, wenn man es nur wagt, ihm neu zu begegnen.

Mit ihrer gleichnamigen Autobiografie landete Barbara Pachl-Eberhart 2010 einen Bestseller: Eindringlich und mit viel Stärke beschreibt sie darin, wie es ihr nach dem tragischen Tod ihrer Familie gelang, sich dem Leben neu zu stellen. Nun hat der für seine sehr persönlichen Filmarbeiten gefeierte Regisseur Adrian Goiginger – unter anderem ausgezeichnet mit einer Lola in Silber für DER FUCHS – diese bewegende Lebensgeschichte verfilmt. Sensibel und mit feinem Gespür für seine Charaktere, inszeniert er in VIER MINUS DREI die lebendige, hoffnungsvolle Geschichte einer Frau, die nicht aufgibt. In einer schauspielerischen Ausnahmeleistung glänzt Valerie Pachner (EIN VERBORGENES LEBEN) in der Hauptrolle der Barbara, unterstützt von Robert Stadlober (FÜHRER UND VERFÜHRER). In den weiteren starken Rollen sind Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler und Ronald Zehrfeld zu sehen. Das Drehbuch stammt von Senad Halilbašić (7500, „Der Pass“).

Seine Weltpremiere feiert VIER MINUS DREI im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Panorama.

 

EINE LEICHE ZUM DESSERT

Sondervorstellung am Mittwoch, 15.04., 19:00 Uhr, Gloriette im Rahmen der Ausstellung "Wer bin ich? - Bilder der Identitätssuche" - Sammlung Prinzhorn Sondervorstellung

Einführung von Torsten Kappenberg

USA 1976 | Regie: Robert Moore | 95 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Truman Capote, Eileen Brennan, James Coco
, u.v.a.

Ein einsames Herrenhaus, ein opulentes Dinner und ein Mord, der noch gar nicht passiert ist. Die fünf begabtesten Detektive der Welt finden sich auf Einladung von Lionel Twain (Truman Capote) auf dessen Anwesen ein. Dort werden sie aber lediglich von einem blinden Butler und einer taubstummen Köchin erwartet. Von Twain fehlt zunächst jede Spur – bis er plötzlich am Esstisch auftaucht und seinen verdutzten Gästen den Grund der Einladung verrät: Um Punkt Mitternacht wird ein Mord geschehen, und derjenige, der dieses Verbrechen löst, soll eine Million Dollar kassieren.

Wie konstruieren wir unsere Identität, wenn wir dem Blick anderer ausgesetzt sind? „Eine Leiche zum Dessert“ ist mehr als eine Parodie auf den klassischen Whodunit. Der Film zeigt, wie sehr vermeintliche Wahrheit davon abhängt, wie wir uns selbst inszenieren und wie das „Ich“ zur Funktion in einem Spiel der Zuschreibungen wird.

 

HEUTE NICHT

Sondervorstellung am Sonntag, 19.04., 11:00 Uhr, Gloria

Die Sondervorstellung findet statt in Kooperation mit dem Ambulanten Kinderhospizdienst KiDi des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Heidelberg anlässlich von KiDis 20-jährigem Jubliläum.

Im Anschluss an die Filmvorführung laden die Mitarbeiter*innen des Ambulanten Hospiz- und Kinderhospizdienstes zu einer Gesprächsrunde ein.

Eintritt frei!

Gezeigt wird der bewegende Dokumentarfilm „HEUTE NICHT“ von Jim Rakete. Was ursprünglich als Fotoausstellung gedacht war, wurde zu einer eindrucksvollen filmischen Hommage – an Kinder und Jugendliche im Hospiz, an ihre Familien und an all jene, die sie begleiten. Ein Film über Haltung. Über Nähe. Über Hoffnung.

Die Veranstaltung findet zudem in Kooperation mit dem Ambulanten Kinderhospizdienst KiDi des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Heidelberg statt. Im Anschluss an die Filmvorführung laden die Mitarbeiter*innen des Ambulanten Hospiz- und Kinderhospizdienstes zu einer Gesprächsrunde ein.

Ehrenamtliche berichten von ihren persönlichen Erfahrungen, von Begegnungen, die berühren und bleiben, und davon, was Begleitung am Lebensende bedeuten kann.

Eine besondere Matinee zum Zuhören, Mitfühlen und Austauschen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

APOCALYPSE NOW (engl. OV)

USA 1979 | Director: Francis Coppola | 150 Min.
Cast: Marlon Brando, Robert Duvall, Martin Sheen

Mo, 20.04., 19:30 Uhr, KAMERA
discussed by Leon Seidl (Max-Planck-Institute for Comparative Public Law and International Law)

Making the horror palatable

How do murdered civilians turn into “collateral damage”, two-ton warheads into “surgical strikes”, indiscriminate bombing into “counterinsurgency”? The discussion will interrogate the role of public discourse, and particularly the discourse over international humanitarian law, in normalizing war for a domestic audience. From the forests of Vietnam to the streets of Gaza, this issue has lost none of its relevance.

A classic film from 1979, directed by Francis Ford Coppola.

It tells a fictional story set in the 1960s during the Vietnam War. The central character is an army captain sent by boat deep into the Cambodian jungle to capture a special forces colonel who is presumed to have lost his mind. The film is partly based on Joseph Conrad's novel "Heart of Darkness," which recounts a journey down the Congo River.

 

DIE REICHSTE FRAU DER WELT

Vorpremiere am Di 21.04.26, 18:30 Uhr

Wir begrüßen zum Filmgespräch den Regisseur Thierry Klifa

B/F 2025 | Regie: Thierry Klifa | 121 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Isabelle Huppert Laurent Lafitte Marina Foïs Raphaël Personnaz André Marcon Mathieu Demy Joseph Olivennes Micha Lescot Paul Beaurepaire

Die reichste Frau der Welt: Voller Schönheit, Intelligenz und grenzenloser Macht. Sie begegnet einem Fotografen voll unverschämtem Ehrgeiz und angetrieben von einem Wahnsinn, der auch Genie sein könnte. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Mit kreativer Boshaftigkeit nistet er sich ein – in den altehrwürdigen Machtstrukturen dieser Familie und ihrem grenzenlosen Luxus. Doch da ist auch noch eine Tochter, die um ihr Erbe, die Familie und die Liebe ihrer Mutter kämpft. Und ein Butler, der mehr weiß als er sagt. Über Familiengeheimnisse und fragwürdige Spenden in astronomischen Höhen. Es beginnt ein Krieg, dem alle Mittel recht sind.

Ein berauschend komisches Drama, das in seinen Abgründen an Shakespeare erinnert: DIE REICHSTE FRAU DER WELT mit einer brillanten Isabelle Huppert in der Titelrolle ist eine so grandiose wie doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.

 

EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE (engl. OmU)

Eröffnungsfilm der neuen Vortrags- und Filmreihe in Kooperation mit dem Anglistischen Seminar der Universität Heidelberg im Sommersemester 2026 - unterstützt durch das SFB-Teilprojekt C05 des SFB Heimat(en) der Universität Heidelberg im Sommersemester 2026 

Termin: 22.04.2026, 19:30 Uhr
Vortragende: Shasha Lin & Valentina López Liendo

USA 2022 | Regie:  Daniel Scheinert,Daniel Kwan | 140 Min. | FSK 16

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang (Michelle Yeoh) geht im Chaos ihres Alltags unter: Der bevorstehende Besuch ihres Vaters (James Hong) überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich, doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt.

Raum und Zeit lösen sich auf, und die Menschen um sie herum haben, ebenso wie sie selbst, plötzlich weitere Leben in Parallelwelten. Sie entdeckt, dass das Multiversum real ist und sie auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen kann. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer großen, wenn nicht der größtmöglichen Mission betraut: Der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.

Oscarverleihung 2023: 7 Oscars, u.a. in vier Big-Five-Kategorien (Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Originaldrehbuch)

 

HUMAN FOREVER

Sondervorstellung am Sonntag, 26.04., 11:00 Uhr, Gloria

in Kooperation mit dem Netzwerk Demenz Heidelberg

Filmgespräch im Anschluss an die Filmvorführung, Moderation: Sandra Hofmann (Leitung Pflegestützpunkt Heidelberg, Amt für Soziales und Senioren, Stadt Heidelberg)

In Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Nicht nur für die Betroffenen, auch für die Angehörigen ist die Diagnose meist mit Fragen, Zweifeln und Ängsten verbunden. Zur Unterstützung Betroffener und auch deren Angehörigen wurde das Netzwerk Demenz Heidelberg gegründet. Es ist ein freiwilliger und auf Dauer angelegter Zusammenschluss der Stadt Heidelberg (Amt für Soziales und Senioren), dem AGAPLESION Bethanien Krankenhaus Heidelberg, der Akademie für Ältere gGmbH sowie dem Caritasverband Heidelberg e.V.. Ziel ist es, sich verstärkt der Vernetzung, dem Austausch und der Gestaltung von Angeboten für Menschen mit Demenz und dem besonderen Augenmerk deren pflegenden Angehörigen zu widmen und passende Strukturen im gemeinsamen Tun zu entwickeln. Weitere Informationen finden Sie unter: www.demenz-heidelberg.de

Am 26.04.2026 findet eine Filmveranstaltung zu diesem Thema statt. Es wird der Film „Human Forever“ vorgestellt. In dieser Dokumentation werfen Filmemacher Jonathan de Jong und der humanitäre Aktivist Teu Toebes einen eindrucksvollen Blick auf den menschlichen Umgang mit Demenz. Sie demonstrieren die Begleitung von Menschen mit Demenz weltweit.

Teun ist 24, kerngesund und lebt mit Menschen mit Demenz auf der geschlossenen Station eines Pflegeheims. Warum? Teun ist jetzt 24, aber nicht sein ganzes Leben lang… Jetzt hören wir immer noch zu, was Teun will, was er fühlt und was er denkt. Jetzt ist er immer noch frei, so zu sein, wie er ist, und zu gehen, wohin er will, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein wird, liegt bei 1 zu 5. Deshalb sucht er jetzt nach Antworten für später.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird es ein Filmgespräch mit offener Diskussion und Austauschmöglichkeit geben. Die Moderatoren sind Frau Dr. Ilona Dutzi, Psychologin und Gerontologin am AGAPLESION Bethanien Krankenhaus Heidelberg, Frau Esther Süs, Dipl. Sozialarbeiterin (FH) im Altenpflegeheim Haus Philippus und der Friedensgemeinde Handschuhsheim sowie Sandra Hofmann, Digital HealthCare-Managerin (M.A.) und Leiterin des Pflegestützpunktes Heidelberg.

 

MOUNTAINS ON STAGE - Summer Edition 2026 

Am Dienstag, 28.04., 19:30 Uhr, Kamera

Tickets über mountainsonstage-de.com 

Das Bergfilmfestival MOUNTAINS ON STAGE erstmals zu Gast bei uns in der Kamera!

4 unveröffentlichte Filme voller Seilschaftsgeist, Humor, Poesie und persönlicher Grenzüberschreitung

 

Chimères Patagones
Chimères Patagones
Cherry on the Cake
Cherry on the Cake
Why I Fly
Why I Fly
The Queen Swing
The Queen Swing