kommende Sondervorstellungen

Spinoza

SPINOZA: Six Reasons for Excommunicating the Philosopher

Sondervorstellung am Donnerstag, 09.07., 20:00 Uhr (OmeU) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar - Universität Heidelberg

Baruch Spinoza war ein niederländisch-jüdischer Philosoph, der das moderne Denken revolutionierte und einen Ruf nach Heidelberg ablehnte. Seine Exkommunikation ist ein prägendes und zugleich rätselhaftes Ereignis für das Verständnis seines Werkes. Wie zeigt sich die für die moderne Gesellschaft prägende Spannung zwischen Philosophie und Religion, Vernunft und Tradition an der Geschichte dieses Ereignisses? Regisseur David Ofek nimmt uns mit auf eine interkontinentale Reise, auf der er sechs Gründe für Spinozas Ausschluss aus der jüdischen Gemeinde nachzeichnet. Zwischen Amsterdam, Den Haag, New York, Jerusalem und Tel Aviv macht er überraschende Entdeckungen und verfolgt die Gestalt eines Mannes, der unsere Kultur mit seinen Ideen bis heute fasziniert – Ideen, die nach wie vor revolutionär, spirituell und radikal sind. Die oft abstrakt wirkende Philosophie Spinozas wird hier als lebensnah und praktisch relevant gezeigt.

Wir zeigen den Film zum Anlass der Tagung "Conatus – Self-determination – Subjectivity – Hegel and/or/with Spinoza“ am Philosophischen Seminar in Heidelberg.

Im Anschluss gibt es ein Filmgespräch zusammen mit dem Regisseur des Filmes, David Ofek, und den Philosoph*innen Michael Engel (Hochschule für jüdische Studien Heidelberg), Yitzhak Y. Melamed (Johns Hopkins University) und Ursula Renz (Universität Graz) über die therapeutische und praktische Dimension der Philosophie Spinozas.

 

The Conductor

THE CONDUCTOR

Sondervorstellung am Sa, 11.07., 17:00 Uhr (engl. OV) in Kooperation mit dem HCA (Heidelberg Centre for American Studies)

Part of the Workshop “Gender, Authority, and Trust”

Marin Alsop was the first woman to direct the Baltimore Symphony, the São Paulo Symphony, and the Vienna Radio Symphony. She has spent a career disproving the notion that “girls can’t do that.” The Conductor invites audiences into the heart of classical music: from Magic Flute in Brazil, through Mahler’s Symphony No. 1 in Lucerne, to the premiere of Bernstein’s Mass in Baltimore, and finally to Alsop’s historic opening night in Vienna.

Through close-up scenes, candid interviews, and never‑before‑seen archival footage with her mentor Leonard Bernstein, the documentary shows Alsop’s artistry, the sacrifices behind each performance, and her dedication to nurture a new, inclusive generation of conductors. The Conductor is a story of resilience, mentorship, and music that resonates far beyond the concert hall.

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Marin Alsop war die erste Frau am Dirigentenpult des Baltimore Symphony Orchestra, des São Paulo Symphony Orchestra und des Radio-Sinfonieorchesters Wien. Ihre Karriere widerlegt das Vorurteil, dass „Mädchen das nicht können“. Der Film „The Conductor“ entführt das Publikum in das Herz der klassischen Musik: von der Aufführung der „Zauberflöte“ in Brasilien über Mahlers 1. Sinfonie in Luzern über die Uraufführung von Bernsteins „Mass“ in Baltimore zu Alsops historischem Premierenabend in Wien.

Durch Nahaufnahmen, ungeschminkte Interviews und bisher unveröffentlichtes Archivmaterial, das sie mit ihrem Mentor Leonard Bernstein zeigt, dreht sich dieser Dokumentarfilm um Alsops Kunst, die Opfer, die jede Aufführung verlangt, und ihr Engagement für eine neuen, inklusiven Generation von Dirigenten. „The Conductor“ ist die Geschichte von Durchhaltevermögen, Mentorenschaft und einer Musik, die weit über den Konzertsaal hinaus nachhallt. (Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

 

Sophie Passmann: PICK ME GIRLS

Sondervorstellung am Di, 07.07., 20:00 Uhr, Kamera

Zusatzvorstellung am Mo, 13.07., 20:00 Uhr, Kamera

D 2026 | Regie (Film): Maximilian Duwe | Regie (Theater): Christina Tscharyiski | 80 Min

Mit Büchern wie „Alte weiße Männer“, „Komplett Gänsehaut“, „Pick me Girls“ und jüngst „Wie kann sie nur?“ erobert Autorin, Moderatorin und Podcasterin Sophie Passmann regelmäßig die Spiegel-Bestsellerlisten und avancierte zu einer der prägendsten, feministischen Stimmen ihrer Generation. Debattenlustig und provokant, begeistert sie mit ihrem pointierten Humor, klarer Haltung und gesellschaftspolitischem Gespür ein breites Publikum über die deutschen Grenzen hinaus.

Bis Ende 2024 war sie regelmäßig im Berliner Ensemble mit der Theaterfassung ihres Buchhits Pick Me Girls zu sehen - einer Produktion in der Regie von Christina Tscharyiski. Die von der Kritik gefeierte Inszenierung markierte ihr Theaterdebüt und ist mehr als Stand-up-Comedy: Mit scharfem Witz und Ehrlichkeit erzählt Passmann von Selbstverleugnung, dem Bedürfnis nach männlicher Anerkennung – und davon, wie sie selbst mittendrin steckte.
Die stets ausverkaufte und von Fans umjubelte Inszenierung kommt jetzt als exklusive Kinoaufzeichnung auf die große Leinwand.

Sieben Tage

SIEBEN TAGE

Sondervorstellung am Mittwoch, 15.07., 20:00 Uhr, Gloria in Kooperation mit der Hochschulgruppe Amnesty International

Filmgespräch mit Regisseur Ali Samadi Ahadi

D 2025 | Regie: Ali Samadi Ahadi | 116 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Vishka Asayesh, Majid Bakhtiari,Tanaz MolaeiSam Vafa

Freiheit oder Widerstand? Das fesselnde Drama über eine iranische Frauenrechtsaktivistin basiert auf einem Drehbuch von Mohammad Rasoulof ("Die Saat des heiligen Feigenbaums").
Seit sechs Jahren ist Maryam in ihrer Heimat inhaftiert. Als ihr ein siebentägiger, medizinischer Urlaub gewährt wird, kann sie ihre Familie wiedertreffen. Ohne ihr Wissen haben ihr Bruder und ihr Ehemann einen Plan entworfen, um sie aus dem Iran zu schmuggeln. Für Maryam beginnt eine gefährliche Wanderung durch schneebedeckte Berge, die sie schließlich in die Türkei führt. Dort steht sie vor der Entscheidung: Möchte sie wirklich im sicheren Exil bleiben – oder soll sie in ihre Gefängniszelle zurückkehren, um den Kampf für Gleichheit und Demokratie fortzusetzen?

 

CHOOSE YOUR FAVOURITE

Vortrags- und Filmreihe in Kooperation mit dem Anglistischen Seminar der Universität Heidelberg im Sommersemester 2026

Termin: 22.07.2026, 19:30 Uhr
Vortragende: Valentina López Liendo und Laura Herges

 

DIE ODYSSEE

Sondervorstellung am Donnerstag, 23.07., 18:00 Uhr, Gloria

Einführung und Filmgespräch mit Prof. Henry Keazor (Institut für Europäische Kunstgeschichte - Universität Heidelberg) und Prof. Jonas Grethlein (Seminar für Klassische Philologie - Universität Heidelberg).

Mit der „Odyssee“ verfilmt Christopher Nolan einen der ältesten und wirkmächtigsten Mythen der europäischen Geschichte. Noch während seiner Produktion sorgte der Film u.a. wegen der Besetzung der Figur der Helena mit einer kenianischen Schauspielerin für Kontroversen. Der Gräzist Jonas Grethlein und der Kunsthistoriker Henry Keazor geben eine Einführung in den Film als Mythenadaption und laden das Publikum im Anschluss zu einer Diskussion ein.

 

USA 2026 | Regie: Christopher Nolan
Darsteller*innen: Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Lupita Nyong’o, Zendaya, Charlize Theron

Christopher Nolans neuestes Filmprojekt, ist ein bildgewaltiges Action-Epos, das an Schauplätzen auf der ganzen Welt entstanden ist. Der Film bringt Homers mythische Heldensaga auf die große Leinwand.

 

ROMYS SALON

Sondervorstellung am Sonntag, 26.07., 11:00 Uhr, Gloria

Rahmenveranstaltung der MS Wissenschaft, die vom 24.07. bis 27.07. in Heidelberg anlegt.

- Eintritt frei -

Der Film „Romys Salon“ (2019) erzählt einfühlsam die Geschichte der zehnjährigen Romy, die viel Zeit im Friseursalon ihrer Großmutter verbringt. Zwischen Alltag, Fürsorge und zunehmender Vergesslichkeit entsteht eine besondere Beziehung über Generationen hinweg, die von Nähe, Verantwortung und liebevollem Zusammenhalt geprägt ist. Der Film zeigt eindrücklich, wie sich Demenz auf das familiäre Leben auswirkt – und zugleich, wie Beziehungen trotz Krankheit tragen und Identität bewahren können.

Im Anschluss an die Filmvorführung diskutieren wir gemeinsam mit dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Hilmar Bading (Interdisziplinäre Zentrum für Neurowissenschaften, Universität Heidelberg) und der Altersforscherin Maike Bulian (Netzwerk Alternsforschung, Universität Heidelberg) über Demenz und das Altern in einer alternden Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Generationenbeziehungen, Liebe und familiärem Zusammenhalt ebenso wie nach Krankheit, Identität und Würde im Alter. Darüber hinaus wird diskutiert, welche Rolle Prävention und aktuelle Demenzforschung spielen, wie neue Therapieansätze entstehen und welche Potenziale KI-gestützte oder digitale Erinnerungshilfen bieten können.

Gemeinsam wollen wir beleuchten, wie Autonomie und Fürsorge im Alltag miteinander vereinbar sind, welche Bedeutung soziale Unterstützung – in Familie wie Gesellschaft – hat und wie Forschung und technologische Innovationen dazu beitragen können, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern.

 

ALLTAG & ANARCHIE

Kurzfilmreihe Shorts Attack! am Sonntag, 26.07., Gloriette

6 Kurzfilme & Heidelberg - Gewinnerfilm des Vormonats

Leute gibts! Starke Persönlichkeiten! HAEBERLI lebt im schicken St. Moritz in einem einsturzgefährdeten Haus und eine rebellische Mutter lebt bei MAMA MICRA im Auto. Im Bärenkostüm gerät in INFLATABLE BEAR eine arbeitssuchende Schauspielerin im DDR-Berlin-Ambiente auf ein Geburtstagfest im Park. Kraftvoll ist I AM A FLOWER: Sam, eine renommierte Performance-Künstler*in bereitet sich stolz auf einen Auftritt vor. SPIRIT folgt aufmüpfigen jungen Leuten im Urbanen. Und QUOTA zeigt, dass das Thema Emission weltweit zu Chaos führt. – Mensch Meier!

Am Ende gibt es ein Online-Voting. Zudem stimmen wir per "Applaus-O-Meter" für den Heidelberger Lieblings-Kurzfilm des Monats. Den Monatssieger zeigen wir jeweils im folgenden Monat bei den Shorts Attack! als Eröffnungsfilm.

 

TO MY SISTERS

Sondervorstellung am Donnerstag, 30.07., 20:00 Uhr, Gloria in Kooperation mit Kurdische Gemeinde Landesverband BW e.V.

Filmgespräch mit Regisseur Faek Falak

D 2026 | Regie: Faek Falak | 96 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm

Eine junge Kurdin in Syrien führt eine Fraueneinheit in den Kampf gegen den IS – für Freiheit und Frauenrechte. Gehalten wird ihr Kampf von der Stimme einer jesidischen Überlebenden, die als Kind vom IS versklavt wurde und sichtbar macht, was auf dem Spiel steht, wenn dieser Kampf verloren geht. Und während sie den Horror überlebt hat, schloss sich eine deutsche Frau freiwillig dem IS an – und ist heute den Konsequenzen ihrer Entscheidung ausgeliefert. Drei Frauen, drei Entscheidungen, ein Spiegel von Mut, Leid und gefährlicher Verblendung.