kommende Sondervorstellungen
SCI-FI KLASSIKER
Kurzfilmreihe: Shorts Attack! am Sonntag, 22.02., 20:45 Uhr, Gloria
10 Filme in 80 Minuten – mit deutschen Untertiteln
Zudem zeigen wir den Januar-Gewinner-Film vorab.
Eine wilde Mischung erlesener Science Fiction Filme der letzten Jahre: Mal geht am Raumschiff was kaputt, mal eskaliert der Haushaltsroboter. Aliens trotzen dem irdischen Schönheitsideal oder rechnen nicht mit dem Menschen. Apokalypsen kommen mal opulent, mal durch Manipulation. Es gibt Smartphones für Tiere, Stau am gigantischen Tunnel, und einen Mond, der den Menschen nicht mag. Das aber sollte klappen: Trampen ins All!
Am Ende gibt es ein Online-Voting. Zudem stimmen wir per "Applaus-O-Meter" für den Heidelberger Lieblings-Kurzfilm des Monats. Den Monatssieger zeigen wir jeweils im folgenden Monat bei den Shorts Attack! als Eröffnungsfilm.
MARTY SUPREME
Preview am Sonntag, 22.02., 20:30 Uhr (engl. OmU), Kamera
USA 2025 | Regie: Josh Safdie | 149 Min. | FSKS tba
Darsteller*innen: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, u.v.a.
Schuhverkäufer Marty hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssee eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß.
Das weltumspannende Abenteuer führt aus den Hinterhöfen von Manhattan bildgewaltig bis ins Paris, London, Kairo und Tokio der 1950er Jahre.
Timothée Chalamet wurde für seine schauspielerische Leistung mit dem Golden Globe ausgezeichnet.
WIEDERKEHR / RETURN
Sondervorstellung am Montag, 23.02., 18:00 Uhr, Gloria
anlässlich des 35jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Heidelberg - Simferopol/Krim
Grußwort von Bürgermeisterin Martina Pfister
Digitales Live Q&A mit Regisseurin Katja Fedulova
Moderation: Gerd Guntermann, Amnesty International Heidelberg
Den Film zeigen wir in der krimtatarisch-russischen OmU-Fassung. Das Filmgespräch läuft in deutscher Sprache.
Regie: Ekaterina (Katja) Fedulova | 61 Min.
Dokumentarfilm
„Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau!“ schreit Mumine bei der Verhaftung ihres Mannes. Sie hat vier Kinder, ist Mitte 30 und die Frau eines politischen Gefangenen Krimtataren, genau wie Maye, die zweite Protagonistin von „Wiederkehr“. Die politische Repression der muslimischen Krimtataren ist nicht neu. Unter Stalin wurden sie vertrieben, unter Gorbatschow durften sie zurückkehren, unter Putin werden sie seit der Besetzung der Krim 2014 erneut verfolgt. „Wiederkehr“ zeichnet das Bild dieser starken Frauen. Ihr traditionell weibliches Rollenverständnis steht ihrem Engagement nicht entgegen. Sie besitzen Kraft, Schönheit und Würde. Nur in den intimsten Momenten überwältigt sie verzweifelte Ohnmacht.
Hintergrund:
Die Krimtataren sind eine turksprachige ethnische Gruppe, die ursprünglich auf der Krim lebte. Unter Stalin wurden sie 1944 unter unmenschlichen Umständen deportiert. Dabei starben so viele Menschen, dass ihre Deportation heute als Völkermord gilt. Unter Gorbatschow durften sie ihre ursprüngliche Heimat, die Krim, wieder besiedeln. Dieser Prozess war von zahlreichen Konflikten mit den inzwischen dort ansässigen Menschen begleitet. Im Jahr 2014 wurde die Krim von Russland besetzt. Die Mehrheit der Krimtataren wehrte sich gegen die Annexion. Eine neue Welle der politischen Verfolgung von Krimtataren war die Folge.
WILMA WILL MEHR
Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.02.26, 20:00 Uhr
Eine Elektrikerin und Schweißerin aus der Lausitz muss sich nach der Wende neu erfinden.
vorgestellt von Sabine Ameskamp
D 2025 | Regie: Maren-Kea Freese | 112 Min. | FSK 0
Darsteller*innen: Fritzi Haberlandt, Thomas Gerber, Stephan Grossmann, Meret Engelhardt, Valentin Postlmayr, Simon Steinhorst, Xenia Snagowski
Elektrikerin, Maschinistin, Obst-Expertin, Optimistin: Wilma (Fritzi Haberlandt) ist eine Frau mit vielen Talenten, zahllosen Zertifikaten und palettenweise Enttäuschungen. Bis Ende der 90er-Jahre hat sie im Lausitzer Braunkohlerevier gelebt. Als aber ihr Mann mit einer anderen Frau splitterfasernackt Spaghetti kocht und ihr der Job im Baumarkt gekündigt wird, verlässt Wilma fluchtartig ihre Heimat Richtung Wien. Mit Mitte 40 muss sie hier quasi bei Null anfangen und landet schnell auf dem Handwerkerstrich. Bald schon repariert sie sich durch den Wiener Speckgürtel, landet in einer linken Bohemian-WG, wird Fachfrau für Reparaturen aller Art und sogar Lehrerin in einer Traditions-Tanzschule. Zwischen Walzer und Elektro-Installationen entdeckt Wilma ein Gefühl, das sie längst vergessen hatte: verliebt sein, glücklich sein, die aufgeregte Hoffnung auf etwas Neues. Hineingeworfen in die Unsicherheiten einer Zukunft, in der alles möglich ist, wird Wilma ein anderer Mensch.
WILMA WILL MEHR ist eine charmante, einfühlsam beobachtete und mit schrägem Humor erzählte Tragikomödie, die ebenso genau in der Wirklichkeitsdarstellung ist wie sie in ihrer hoffnungsvollen und berührenden Melancholie optimistisch bleibt.
KEIN LAND FÜR NIEMAND - Abschottung eines Einwanderungslandes
Sondervorstellung am So, 01.03., 11:00 Uhr, KAMERA
zur Landtagswahl 2026, in Kooperation mit dem Heidelberger Bündnis "Kein Schritt nach Rechts" und dem Mannheimer Filmverleih Drop-Out Cinema eG
anschließende Diskussion mit dem Publikum
D 2025 | Regie: Max Ahrens & Maik Lüdemann | 107 Min. | FSK 12
Dokumentarfilm
Die Dokumentation „Kein Land für Niemand” begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, zeigt die katastrophalen Zustände in Lagern für Geflüchtete und gibt Menschen eine Stimme, die den lebensgefährlichen Weg nach Europa überlebt haben. Gleichzeitig blickt der Film auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein erstarkender Rechtspopulismus prägt den Diskurs. Flucht und Migration werden zunehmend kriminalisiert, und humanitäre Hilfe gerät unter Druck.
Deutschland gibt hier immer wieder den Takt vor und Europa zieht nach. Durch exklusive Interviews mit Wissenschaftlerinnen, politischen Entscheidungsträgerinnen und Aktivist*innen hinterfragt „Kein Land für Niemand“ die aktuellen Narrative über Flucht und Migration und beleuchtet die Mechanismen, mit denen Angst und Populismus die politische Agenda bestimmen. Wie konnte es so weit kommen? Und welche Alternativen gibt es zu einem Europa, das sich immer weiter abschottet?
EPiC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT
Sondervorstellung mit Livemusik am So, 01.03., 18:00 Uhr, KAMERA
Iris Rippinger (Gesang) und Dirk Pfeiffer (Gitarre) spielen vor dem Film eine Auswahl ihrer ELVIS - Lieblingssongs.
USA 2025 | Regie: Baz Luhrmann | 96 Min. | FSKS tba
Dokumentarfilm
Der visionäre Regisseur Baz Luhrmann (Moulin Rouge, Elvis) lässt Musiklegende Elvis Presley neu aufleben: Verloren geglaubte Aufnahmen, Welthits und eine unvergleichliche Stimme in nie dagewesener Tonqualität – EPIC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT ist ein Konzertfilm, wie es ihn nie zuvor im Kino gegeben hat!
Während der Dreharbeiten zu seinem mehrfach Oscar®-nominierten Film Elvis (2022) fand Luhrmann das verschollen geglaubte Filmmaterial der legendären Elvis-Konzertfilme aus den 1970er-Jahren. Gemeinsam mit unveröffentlichten Super-8-Filmen der Graceland-Archive wurden die Filmnegative mit modernster Technik restauriert. Das Ergebnis ist mehr als nur ein Konzertfilm in beeindruckender Bild- und Tonqualität. Luhrmann gibt Elvis selbst eine Stimme in seiner Geschichte!
WHAT REMAINS - Journalists in Crisis Areas (OmeU)
International Popcorn & Law
Film and Lecture Series in cooperation with Max-Planck-Institute for Comparative Public Law and International Law and the non-profit Human Right Association Just Access e.V.
Mo, 02.03., 20:00 Uhr
discussed by the movies's director Lotta Pommerien & Annika Knauer (Max-Planck-Institute for Comparative Public Law and International Law)
D 2023 | Director: Lotta Pommerien | 79 Min.
Documentary
Pictures of destroyed houses, crying children, injured soldiers – the terrible news of our time appear on our phone screens, on television or in the newspapers. But who delivers them? This film accompanies three female journalists at their work in crisis areas. India/Afghanistan, Belarus/Ukraine, Uganda/Congo – these are the countries from which the women report. They must deal with patriarchal structures, dictators and terrorist organizations. How do they manage to constantly commute between exceptional situations and their private life?
ICH WILL DICH - Begegnungen mit Hilde Domin
Sondervorstellung am Mittwoch, 04.03., 18:00 Uhr, Gloria, in Kooperation mit Literaturherbst Heidelberg und dem Kulturamt der Stadt Heidelberg
Filmgespräch mit der Regisseurin Anna Ditges im Anschluss an die Vorführung
In den Kinoabend stimmen wir ein mit einer musikalischen Lesung von Texten der großen Heidelberger Dichterin Hilde Domin.
Mit Veronika Haas (Literaturherbst) und Matthias Paul (Theater im Karlstorbahnhof), Cello: Elisa Herbig
D 2007 | Regie: Anna Ditges | 97 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm
Anlässlich des 20. Todestages der Heidelberger Schriftstellerin Hilde Domin und der ihr gewidmeten Ausstellung im Museum Haus Cajeth ist Anna Ditges, Autorin und Regisseurin des preisgekrönten Dokumentarfilms, zu Gast. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch statt.
Anna Ditges hat die Grande Dame der deutschen Nachkriegsliteratur mit der Kamera durch die letzten zwei Jahre ihres langen und spannungsreichen Lebens begleitet.
"Anna Ditges hat ein bewegendes Porträt der streitbaren Dichterin geschaffen. So quicklebendig wie die Dichterin ist auch der Film.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„In meinen Hörsaal nur die Scheuerfrau“ – 120 Jahre Frauenstudium in Heidelberg und in Baden-Württemberg
LIVE-Hörspiel zum Weltfrauentag am Sonntag, 08.03., 11:00 Uhr, GLORIA
Das Live-Hörspiel lassen wir mit einer Einladung zu einem Gläschen Sekt (auch alkoholfrei) gemeinsam ausklingen.
„Warum, Kindchen, wollen Sie eigentlich studieren? Sie wissen ja gar nicht, welche Riesenanforderungen es an Körper und Seele, an Kopf und Herz stellt. Rein körperlich werden Sie es schon nicht aushalten“ oder „Nur eine Frau kommt in meinen Hörsaal, die Scheuerfrau“: Professorale Sprüche wie diese waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts keine Seltenheit. Frauen wurden in Baden-Württemberg 1900 zunächst nur „versuchs- und probeweise“ an den Universitäten zugelassen. Im Februar 1906 promovierte Anna Martha Kannegiesser als erste Frau an der Universität Heidelberg. Und so beginnt ein bis heute spannendes, bewegendes Kapitel Emanzipationsgeschichte. Das musikalisch-literarische, ernste wie humorvolle Live-Hörspiel macht 120 Jahre Frauenstudium und die Pionierinnen als auch die Frauen-Gegner an den Akademien anhand von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Originaldokumenten wieder lebendig.
Es lesen: Veronika Haas (Literaturherbst Heidelberg), Matthias Paul (Freier Theaterverein Heidelberg e.V.), Jutta Freimuth (Gloria-Kino) und Jutta Wagner (Leiterin LiZ am DAI Heidelberg)
Live-Musik: Tina Kuka (Gesang), Oliver Kuka (Gitarre)
Autorin: Veronika Haas
EMMAS GLÜCK
Sondervorstellung am Dienstag, 10.03., 19:00 Uhr, Kamera
in Kooperation mit der Klinik für Palliativmedizin des Universtitätsklinikums Heidelberg
Wie kann das Leben bei schwerer, belastender Erkrankung zu Ende gelebt werden? Darauf gibt der Film „Emmas Glück“ eine ganz besonders „krasse“ Antwort, die sich lohnt, nach dem Film diskutiert zu werden. Es kommen die Perspektiven von (Palliativ-)Medizin, Theologie, Recht und der Gesellschaft – also der Teilnehmenden – zu Wort.
Film und Diskussion finden statt im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe zum 5-jährigen Bestehen des Lehrstuhls für Palliativmedizin in Heidelberg.
Moderation: Prof. Dr. med. Bernd Alt-Epping, Klinik für Palliativmedizin
weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie im Flyer:
D 2006, Regie: Sven Taddicken | 99 Min., FSK 12
Darsteller*innen: Jördis Triebel, Jürgen Vogel
EMMA lebt völlig allein als Schweinezüchterin auf dem heruntergekommenen und hoffnungslos verschuldeten Hof ihrer Familie. Sie behandelt ihre Schweine liebevoll bis zum letzten Tag und schlachtet sie auf ihre ganz eigene, zärtliche Art...
MAX ist Autoverkäufer, auch allein und hat öfter Magenschmerzen. Beim Arzt erfährt er, dass sein Leben auf der Kippe steht. In einer Kurzschlussreaktion klaut er das Geld seines einzigen Freundes, bucht einen Flug und will nur noch weit weg. Als Max auf der Flucht mit dem Jaguar aus der Kurve fliegt und auf EMMAS Hof landet, beginnt er zu erkennen, dass wahres GLÜCK viel näher liegen kann..
ORDNUNG
Sondervorstellung am Mittwoch, 11.03., 19:00 Uhr, Gloria im Rahmen der Ausstellung "Wer bin ich? - Bilder der Identitätssuche" - Sammlung Prinzhorn
Einführung von Museumsdirektor PD Dr. Thomas Röske
D 1980 | Regie: Sohrab Shahid Saless | 98 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Heinz Lieven, Dorothea Moritz
Jeden Sonntag wiederholt der arbeitslose Ingenieur Herbert Sladkowski (Heinz Lieven) sein Ritual: Er stellt sich auf die Straße und ruft laut „AUFSTEHEN!“ – ganz zum Ärgernis seiner Nachbarn, besonders jedoch seiner Frau Maria (Dorothea Moritz), die sich nichts sehnlicher als einen „normalen“ Ehemann wünscht. Weil er sich den sozialen Konventionen der bundesrepublikanischen Normalität der 1980er-Jahre entzieht, überredet ihn seine Frau zu einem Aufenthalt in einer Nervenklinik. Von dort aus soll er sich später als Geheilter wieder in die Gesellschaft integrieren.
Sohrab Shahid Saless‘ dramatischer Schwarzweißfilm ist eine scharfzüngige Untersuchung gesellschaftlicher Verhältnisse und der Frage danach, wie sehr sich das „Ich“ durch immergleiche Handlungen in einem sozialen System formt, und wie es sich im Vollzug dieser Ordnung manchmal auflöst. Wie viel „Ich“ bleibt, wenn die Welt nur noch ritualisierte Funktionen kennt?
Anschließend laden Thomas Röske und Dr. Behrang Samsami, Autor des Buches “Die langen Ferien des Sohrab Shahid Saless” zur Diskussion ein.
WE WANT SEX
Sondervorstellung in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg im Rahmen der Feministischen Wochen anlässlich des Equal Pay Day am Donnerstag, 12.03.26, 19:00 Uhr, GLORIETTE
GB 2010, Regie: Nigel Cole, 113 Min., FSK 6
Darsteller*innen: Sally Hawkins, Bob Hoskins, Miranda Richardson, Geraldine James, Rosamund Pike, Andrea Riseborough, Daniel Mays
Der Film erzählt die Geschichte der Ford-Arbeiterinnen im britischen Dagenham, die in den 1960er-Jahren für gleichen Lohn und gegen strukturelle Benachteiligung kämpften – und damit einen Meilenstein für die Gleichstellung am Arbeitsmarkt setzten.
Mit anschließendem Gespräch zu Ursachen von Entgeltungleichheit, zur Bedeutung historischer feministischer Arbeitskämpfe und darüber, welche konkreten Ansätze es heute gibt, um gleiche Bezahlung für Frauen und Männer voranzubringen.
Wir freuen uns auf das Gespräch mit Dr. Caroline Smout, Fachbereichsleiterin Teilhabegerechtigkeit am Arbeitsmarkt im Amt für Chancengleichheit, und Kathrin Biro, Geschäftsführerin von ver.di Rhein-Neckar.
Anlässlich des Equal Pay Day 2026 zeigen wir in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit den Film „We Want Sex“.
Erzählt wird die Geschichte der Ford-Arbeiterinnen im britischen Dagenham, die in den 1960er-Jahren für gleichen Lohn und gegen strukturelle Benachteiligung kämpften – und damit einen Meilenstein für die Gleichstellung am Arbeitsmarkt setzten.
Im Anschluss an die Vorführung laden Dr. Caroline Smout, Leiterin des Fachbereichs Teilhabegerechtigkeit am Arbeitsmarkt im Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, und Kathrin Biro, Geschäftsführerin von ver.di Rhein-Neckar, zu einem Gespräch ein. Sie geben Impulse zu den Ursachen der Entgeltungleichheit, zur Wirkung historischer feministischer Arbeitskämpfe und zu der Frage, was wir heute konkret für mehr Lohngerechtigkeit tun können. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, sich mit Fragen, Erfahrungen und Perspektiven an dem Gespräch zu beteiligen.
RUNNING VIA ALPINA
Sondervorstellung am Freitag, 13.03.26, 17:00 Uhr, KAMERA mit Ultra-Trailrunnerin Maggy (Magdalena Kalus)
Tickets über running-via-alpina.com
Maggy und Susi wollen das Abenteuer ihres Lebens wagen: Acht Länder, 2.000 Kilometer, 120.000 Höhenmeter – zu Fuß, laufend, über die legendäre Via Alpina. Zwei Jahre lang haben sie trainiert, geplant und jedes Detail vorbereitet. Nichts scheint sie aufhalten zu können.
Doch was als gemeinsames Hochgefühl beginnt, verwandelt sich in einen erbarmungslosen Kampf gegen die Natur. Tagelang prasselt Regen, Gewitter jagen über die Pässe, Schnee fällt – mitten im Juli. Nicht nur die Luft wird dünner, auch die Nerven liegen blank. Dann fällt eine von ihnen aus – und plötzlich steht alles auf der Kippe. Krankheit, Erschöpfung, Angst: Das Ende scheint unausweichlich. Zurückbleiben oder weitermachen – jede Entscheidung wiegt schwer. Zwischen Verzweiflung und Durchhaltewillen, Verantwortung und Risiko wird ihre Freundschaft auf die härteste Probe ihres Lebens gestellt.
RUNNING VIA ALPINA erzählt die Geschichte zweier Frauen, die alles auf eine Karte setzen – und dabei nicht nur die Alpen, sondern auch ihre inneren Grenzen überwinden. Es ist ein Film über Mut, Scheitern und Vertrauen – und über die Frage, was am Ende wirklich zählt: das Ziel, das Ankommen oder das gemeinsame Weitergehen. Eine filmische Hommage an die Schönheit und Härte der Alpen – und an eine Freundschaft, die trägt, wenn alles andere zu zerbrechen droht.
Exhibition on Screen:
TURNER & CONSTABLE
Sondervorstellungen im März und April in der Kamera, jeweils Sonntagsmatinée:
Sonntag, 15.03. | Sonntag, 29.03. | Sonntag, 05.04.
Die unglaubliche Geschichte von Großbritanniens bedeutendsten Landschaftsmalern und ihrer erbitterten Konkurrenz.Entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Tate Britain Museum anlässlich des 250. Geburtstags von William Turner und John Constable.
Zwei der größten britischen Maler, William Turner und John Constable, waren auch die größten Rivalen. Beide erblickten mit nur einem Jahr Abstand das Licht der Welt – und beide nutzten die Landschaftsmalerei, um die sich verändernde Welt um sie herum zu dokumentieren. Das Tate Britain-Museum in London mit der weltweit umfangreichsten Sammlung britischer Kunst bringt diese beiden Meister für eine spektakuläre Ausstellung zusammen, die von November 2025 bis April 2026 läuft.
Die Kunstfilmreihe Exhibition on Screen hat exklusiven Zugang zur Ausstellung, um die außergewöhnliche Kunst und Lebensgeschichte dieser beiden Männer ins Kino und auf die große Leinwand zu bringen.
Turners glühende Sonnenuntergänge und phantastische Reiseszenen wie auch Constables idealisierte Darstellungen von geliebten Orten seiner Heimat versetzten die damalige Öffentlichkeit in einen Rausch der Begeisterung. Kritiker verglichen ihre völlig unterschiedlichen Stile mit dem Aufeinandertreffen von »Feuer und Wasser«.
Anlässlich des 250. Jahrestags der Geburt von William Turner und John Constable erforscht diese neue Dokumentation in Verbindung mit der epochalen Tate Ausstellung ihre miteinander verflochtenen Lebenswege und künstlerischen Vermächtnisse. Entdecken Sie mit faszinierenden Einblicken in Skizzenbücher und persönliche Dokumente ungeahnte Seiten der beiden Künstler, lassen Sie sich von führenden Experten in die Materie einführen!
OSCAR - Shorts 2026
Live Action Shorts am Sonntag, 15.03.
Animation Shorts am Sonntag, 29.03.
Im März zeigen wir die Oscar - nominierten Kurzfilme in den Kategorien "Live Action Shorts" und "Animation Shorts".
In der Nacht der Oscar-Verleihung präsentieren wir die Live Action Shorts. Einer wird gewinnen.
Eine Witwe wird durch einen Fußball in ihrem Garten gestört. Plakate israelischer Geiseln in einem israelischen Supermarkts konfrontieren einen palästinensischer Metzger. Ein Historien-Epos um einen Heiratsantrags und die weibliche Periode. Ein Shopping-Sci-Fi, in dem Küssen verboten ist und Menschen für Dinge bezahlen, indem sie Ohrfeigen erhalten.
Am Sonntag, 29.03. folgen die Animation Shorts.
Von To-do-Listen und dem Hoffen auf ihr Ende. Vom verwaisten Bärenjungen und einem väterlichen Baum. Von der Quelle zum Fluss: In aller Kraft schwimmend das eigene Leben reflektieren! Ein armer Junge verliebt sich in ein Mädchen, dessen Trauer sich in wertvolle Perlen verwandelt. Und: Ein Bier-Thriller an einem Imbissstand in Prag.
STUMMFILMABEND mit Live-Piano Begleitung
BEST OF COMEDY
am Mittwoch, 18.03., 20:00 Uhr, Kamera
Wir lassen die Zeit der Stummfilme aufleben und zeigen an diesem Abend eine Stummfilm-Auswahl mit einigen der berühmtesten Darsteller der Zeit: Buster Keaton, Harold Lloyd, Laurel & Hardy, Karl Valentin.
Die Filme werden live begleitet vom Stummfilm-Pianisten Frieder Alexander Egri.
Norbert Gräber wird zu den Filmen Hintergrundinfos geben.
In der Pause freuen wir uns auf ein gemeinsames Glas Sekt (auch alkoholfrei) mit unseren Gästen.
ALS OB DIE WELT TANZT
Sondervorstellung am Sonntag, 22.03., 11:00 Uhr, Kamera
im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus
Filmgespräch mit Regisseur Mario Di Carlo und Kameramann Klaus Woller im Anschluss an die Vorstellung
Musiker*innnen und Tänzer*innen aus der ganzen Welt treffen sich jedes Jahr auf der Burg Lichtenberg bei Kusel, musizieren und tanzen, verbinden ihre Kulturen, erzählen von ihrem Leben, leben Gemeinschat und geben ein begeisterndes Konzert.
Mittendrin und immer dabei ist der Dokumentarfilmer Mario Di Carlo mit seinem kleinen Team. Schnell stellt er fest: “Es geht nicht nur um Musik und Tanz, es geht um die großen Fragen des Lebens“
Ethno Germany ist ein tolles Beispiel, wie geben und Nehmen funktioniert. Nur so entsteht der Wow-Effekt, den wir geschafft haben.“ – Alice, Teilnehmerin aus der Ukraine
„Ethno ist der Moment, wo Du einer Gruppe von Menschen etwas anbietest, die es annehmen, wachsen lassen, und plötzlich hat es nichts mehr damit zu tun, was Du über Dich oder den Song dachtest.“ – Bonnie, Teilnehmerin aus Australien
„Das kulturelle und musikalische Erbe wird bewahrt und ganz neu erfunden. … ‚Als ob die Welt tanzt‘, ein berührender Film über das, was Jugendliche aus aller Welt bewegt, wie sie gemeinsam über alle Grenzen und Sprachbarrieren hinweg etwas Einzigartiges schaffen.“ – Titel, Thesen, Temperamente
„Wie Barrieren fallen können, zeigt uns Mario Di Carlo in seinem neuen Film. Der Filmemacher kommt den Jugendlichen auf dem Ethno Germany Camp ganz nahe.“ – SWR Kultur
IN DIE SONNE SCHAUEN
Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.03.26, 19:30 Uhr
Poetisches Drama über vier Generationen vom Kaiserreich bis zur Jetztzeit und die sich im Laufe von 100 Jahren verändernden Rollenstrukturen zwischen Frauen und Männern.
vorgestellt von Daniel Nakhla und Edeltraud Tilch-Bauschke
D 2025 | Regie: Mascha Schilinski | 149 Min. | FSK 16
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. IN DIE SONNE SCHAUEN erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Wanken.
Einen großen, epochalen Film hat Mascha Schilinski mit IN DIE SONNE SCHAUEN geschaffen, eine Grand Tour in die feinsten Verzweigungen der Gefühlswelten dieser vier Frauen. IN DIE SONNE SCHAUEN zielt dabei auch auf unsere Gegenwart und unser sich akut veränderndes Erleben von Geschichte und dem Epochenwandel. Ein Film, der sich tief in unsere Wahrnehmung bohrt und die Sensation dort inszeniert, wo das Empfinden am Flüchtigsten ist: im schnell verblassenden Gefühl von Zeit.
ANGST ESSEN SEELE AUF
Sondervorstellung am Donnerstag, 26.03., 19:00 Uhr, Gloria im Rahmen der Ausstellung "Wer bin ich? - Bilder der Identitätssuche" - Sammlung Prinzhorn
und im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus
Einführung von Sarah Debatin, Archivarin des Museums
D 1974 | Regie: Rainer Werner Fassbinder | 93 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Brigitte Mira, El Hedi ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann, Rainer Werner Fassbinder, Elma Karlowa, Doris Mattes, Lilo Eder, Walter Sedlmeyer, Marquardt Bohm, Peter Gauhe, Margit Symo, Helga Ballhaus u a.
Entgegen jeder Erwartung verlieben sich Emmi, eine ältere deutsche Putzfrau, und Ali, ein jüngerer marokkanischer Gastarbeiter, ziehen zusammen und heiraten schließlich. Was als privates Glück beginnt, ist für die Außenwelt ein Skandal: Blicke, Gerüchte und das Tuscheln der Nachbarn bestimmen den Alltag; Emmis Kinder schämen sich, und in einem „Kolonialwarenladen“ wird sie des Geschäfts verwiesen. Als der äußere Druck der Gesellschaft nachlässt, werden die inneren Konflikte des Paares deutlich …
Mit „Angst essen Seele auf“ hat Rainer Werner Fassbinder nicht nur ein geflügeltes Bonmot geschaffen, sondern ein eindringliches Zeugnis der Migrationsdebatte der Bundesrepublik in den 1970er-Jahren vorgelegt. Den veralteten, rigiden gesellschaftlichen Normen stellt er ein individuelles Glück entgegen, das daran jedoch zu scheitern droht.
Der Film wird im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus mit einer Einführung von Archivarin Sarah Debatin gezeigt.