kommende Sondervorstellungen
ICH WILL DICH - Begegnungen mit Hilde Domin
Zusatzvorstellung am Sonntag, 15.03.26, 11:30 Uhr, Gloriette
in Kooperation mit dem Literaturherbst Heidelberg und dem Kulturamt der Stadt Heidelberg
D 2007 | Regie: Anna Ditges | 95 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm
Anlässlich des 20. Todestages der Heidelberger Schriftstellerin Hilde Domin und der ihr gewidmeten Ausstellung im Museum Haus Cajeth zeigen wir den preisgekrönten Dokumentarfilm von Anna Ditges, die die Grande Dame der deutschen Nachkriegsliteratur mit der Kamera durch die letzten zwei Jahre ihres langen und spannungsreichen Lebens begleitet hat.
Hilde Domin (1909–2006) gilt als die bedeutendste deutsche Lyrikerin ihrer Generation. Ihre Gedichte wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen geehrt. „Ich will dich“ – nach dem Titel eines ihrer Gedichte – ist der erste Dokumentarfilm über das außergewöhnliche Leben und Werk der in Köln geborenen Jüdin, die mit 42 Jahren im Exil zu schreiben begann und im Nachkriegsdeutschland als Dichterin der Rückkehr zu Ruhm gelangte.
Durch die hartnäckige Auseinandersetzung mit ihrer Protagonistin gelingt Anna Ditges ein intimes Porträt der Grande Dame der deutschen Nachkriegsliteratur. Sie zeigt Hilde Domin, wie sie sie erlebt hat: sensibel, schroff und eigenwillig, eine Egozentrikerin mit bissigem Humor und voller Charme – und zunehmend liebevoll gegenüber der jungen Frau mit der Kamera.
„Anna Ditges hat ein bewegendes Porträt der streitbaren Dichterin geschaffen. So quicklebendig wie die Dichterin ist auch der Film.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Exhibition on Screen:
TURNER & CONSTABLE
Sondervorstellungen im März und April in der Kamera, jeweils Sonntagsmatinée:
Sonntag, 15.03. | Sonntag, 29.03. | Sonntag, 05.04.
Die unglaubliche Geschichte von Großbritanniens bedeutendsten Landschaftsmalern und ihrer erbitterten Konkurrenz.Entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Tate Britain Museum anlässlich des 250. Geburtstags von William Turner und John Constable.
Zwei der größten britischen Maler, William Turner und John Constable, waren auch die größten Rivalen. Beide erblickten mit nur einem Jahr Abstand das Licht der Welt – und beide nutzten die Landschaftsmalerei, um die sich verändernde Welt um sie herum zu dokumentieren. Das Tate Britain-Museum in London mit der weltweit umfangreichsten Sammlung britischer Kunst bringt diese beiden Meister für eine spektakuläre Ausstellung zusammen, die von November 2025 bis April 2026 läuft.
Die Kunstfilmreihe Exhibition on Screen hat exklusiven Zugang zur Ausstellung, um die außergewöhnliche Kunst und Lebensgeschichte dieser beiden Männer ins Kino und auf die große Leinwand zu bringen.
Turners glühende Sonnenuntergänge und phantastische Reiseszenen wie auch Constables idealisierte Darstellungen von geliebten Orten seiner Heimat versetzten die damalige Öffentlichkeit in einen Rausch der Begeisterung. Kritiker verglichen ihre völlig unterschiedlichen Stile mit dem Aufeinandertreffen von »Feuer und Wasser«.
Anlässlich des 250. Jahrestags der Geburt von William Turner und John Constable erforscht diese neue Dokumentation in Verbindung mit der epochalen Tate Ausstellung ihre miteinander verflochtenen Lebenswege und künstlerischen Vermächtnisse. Entdecken Sie mit faszinierenden Einblicken in Skizzenbücher und persönliche Dokumente ungeahnte Seiten der beiden Künstler, lassen Sie sich von führenden Experten in die Materie einführen!
OSCAR - Shorts 2026
Live Action Shorts am Sonntag, 15.03.
Animation Shorts am Sonntag, 29.03.
Im März zeigen wir die Oscar - nominierten Kurzfilme in den Kategorien "Live Action Shorts" und "Animation Shorts".
In der Nacht der Oscar-Verleihung präsentieren wir die Live Action Shorts. Einer wird gewinnen.
Eine Witwe wird durch einen Fußball in ihrem Garten gestört. Plakate israelischer Geiseln in einem israelischen Supermarkts konfrontieren einen palästinensischer Metzger. Ein Historien-Epos um einen Heiratsantrags und die weibliche Periode. Ein Shopping-Sci-Fi, in dem Küssen verboten ist und Menschen für Dinge bezahlen, indem sie Ohrfeigen erhalten.
Am Sonntag, 29.03. folgen die Animation Shorts.
Von To-do-Listen und dem Hoffen auf ihr Ende. Vom verwaisten Bärenjungen und einem väterlichen Baum. Von der Quelle zum Fluss: In aller Kraft schwimmend das eigene Leben reflektieren! Ein armer Junge verliebt sich in ein Mädchen, dessen Trauer sich in wertvolle Perlen verwandelt. Und: Ein Bier-Thriller an einem Imbissstand in Prag.
STUMMFILMABEND mit Live-Piano Begleitung
BEST OF COMEDY
am Mittwoch, 18.03., 20:00 Uhr, Kamera
Wir lassen die Zeit der Stummfilme aufleben und zeigen an diesem Abend eine Stummfilm-Auswahl mit einigen der berühmtesten Darsteller der Zeit: Buster Keaton, Harold Lloyd, Laurel & Hardy, Karl Valentin.
Die Filme werden live begleitet vom Stummfilm-Pianisten Frieder Alexander Egri.
Norbert Gräber wird zu den Filmen Hintergrundinfos geben.
In der Pause freuen wir uns auf ein gemeinsames Glas Sekt (auch alkoholfrei) mit unseren Gästen.
ALS OB DIE WELT TANZT
Sondervorstellung am Sonntag, 22.03., 11:00 Uhr, Kamera
im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus
Filmgespräch mit Regisseur Mario Di Carlo und Kameramann Klaus Woller im Anschluss an die Vorstellung
Musiker*innnen und Tänzer*innen aus der ganzen Welt treffen sich jedes Jahr auf der Burg Lichtenberg bei Kusel, musizieren und tanzen, verbinden ihre Kulturen, erzählen von ihrem Leben, leben Gemeinschat und geben ein begeisterndes Konzert.
Mittendrin und immer dabei ist der Dokumentarfilmer Mario Di Carlo mit seinem kleinen Team. Schnell stellt er fest: “Es geht nicht nur um Musik und Tanz, es geht um die großen Fragen des Lebens“
Ethno Germany ist ein tolles Beispiel, wie geben und Nehmen funktioniert. Nur so entsteht der Wow-Effekt, den wir geschafft haben.“ – Alice, Teilnehmerin aus der Ukraine
„Ethno ist der Moment, wo Du einer Gruppe von Menschen etwas anbietest, die es annehmen, wachsen lassen, und plötzlich hat es nichts mehr damit zu tun, was Du über Dich oder den Song dachtest.“ – Bonnie, Teilnehmerin aus Australien
„Das kulturelle und musikalische Erbe wird bewahrt und ganz neu erfunden. … ‚Als ob die Welt tanzt‘, ein berührender Film über das, was Jugendliche aus aller Welt bewegt, wie sie gemeinsam über alle Grenzen und Sprachbarrieren hinweg etwas Einzigartiges schaffen.“ – Titel, Thesen, Temperamente
„Wie Barrieren fallen können, zeigt uns Mario Di Carlo in seinem neuen Film. Der Filmemacher kommt den Jugendlichen auf dem Ethno Germany Camp ganz nahe.“ – SWR Kultur
IN DIE SONNE SCHAUEN
Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.03.26, 19:30 Uhr
Poetisches Drama über vier Generationen vom Kaiserreich bis zur Jetztzeit und die sich im Laufe von 100 Jahren verändernden Rollenstrukturen zwischen Frauen und Männern.
vorgestellt von Daniel Nakhla und Edeltraud Tilch-Bauschke
D 2025 | Regie: Mascha Schilinski | 149 Min. | FSK 16
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. IN DIE SONNE SCHAUEN erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Wanken.
Einen großen, epochalen Film hat Mascha Schilinski mit IN DIE SONNE SCHAUEN geschaffen, eine Grand Tour in die feinsten Verzweigungen der Gefühlswelten dieser vier Frauen. IN DIE SONNE SCHAUEN zielt dabei auch auf unsere Gegenwart und unser sich akut veränderndes Erleben von Geschichte und dem Epochenwandel. Ein Film, der sich tief in unsere Wahrnehmung bohrt und die Sensation dort inszeniert, wo das Empfinden am Flüchtigsten ist: im schnell verblassenden Gefühl von Zeit.
ANGST ESSEN SEELE AUF
Sondervorstellung am Donnerstag, 26.03., 19:00 Uhr, Gloria im Rahmen der Ausstellung "Wer bin ich? - Bilder der Identitätssuche" - Sammlung Prinzhorn
und im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus
Einführung von Sarah Debatin, Archivarin des Museums
D 1974 | Regie: Rainer Werner Fassbinder | 93 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Brigitte Mira, El Hedi ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann, Rainer Werner Fassbinder, Elma Karlowa, Doris Mattes, Lilo Eder, Walter Sedlmeyer, Marquardt Bohm, Peter Gauhe, Margit Symo, Helga Ballhaus u a.
Entgegen jeder Erwartung verlieben sich Emmi, eine ältere deutsche Putzfrau, und Ali, ein jüngerer marokkanischer Gastarbeiter, ziehen zusammen und heiraten schließlich. Was als privates Glück beginnt, ist für die Außenwelt ein Skandal: Blicke, Gerüchte und das Tuscheln der Nachbarn bestimmen den Alltag; Emmis Kinder schämen sich, und in einem „Kolonialwarenladen“ wird sie des Geschäfts verwiesen. Als der äußere Druck der Gesellschaft nachlässt, werden die inneren Konflikte des Paares deutlich …
Mit „Angst essen Seele auf“ hat Rainer Werner Fassbinder nicht nur ein geflügeltes Bonmot geschaffen, sondern ein eindringliches Zeugnis der Migrationsdebatte der Bundesrepublik in den 1970er-Jahren vorgelegt. Den veralteten, rigiden gesellschaftlichen Normen stellt er ein individuelles Glück entgegen, das daran jedoch zu scheitern droht.
Der Film wird im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus mit einer Einführung von Archivarin Sarah Debatin gezeigt.
PILLION
Sondervorstellung am Freitag, 27.03., 20:45 Uhr, Gloria
Gemeinsam mit Queer Tour Heidelberg laden wir ab 20:15 Uhr zum Begrüßungssekt ein!
GB 2025 | Regie: Harry Lighton | 107 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge, Lesley Sharp
Als der schüchterne Colin in einer Bar auf den charismatischen Ray trifft, ist es sofort um ihn geschehen. Dass der attraktive Biker ausgerechnet ihn zu seinem neuen Gefährten erwählt, kann er kaum fassen. Ray fordert absolute Unterwerfung, zu der Colin nur allzu gern bereit ist. Im Gegenzug öffnet ihm Ray die Tür zu einer aufregenden Welt wilder Abenteuer und sexueller Ekstase. Während sich seine Eltern zunehmend Sorgen machen, genießt Colin sein neues Leben in vollen Zügen. Doch langsam erwacht in ihm eine leise Sehnsucht nach etwas, das Ray ihm vielleicht niemals geben kann…
Alexander Skarsgård und Harry-Potter-Star Harry Melling brillieren in der überraschend sensiblen DomCom mit einer herausragenden Performance voller Humor, Zärtlichkeit und emotionaler Tiefe.
MEIN FREUND BARRY
Hunde-freundliche Sondervorstellung am Sonntag, 29.03., 11:00 Uhr, Gloria
in Kooperation mit dem Tierschutzverein für Heidelberg und Umgebung e.V. und CLF mobile Hundeschule
Wir laden Sie ein Ihren Hund zu dieser Sondervorstellung mitzubringen und können max. 10 Vierbeiner zu dieser Vorstellung begrüßen (nur nach vorheriger Anmeldung unter info@gloria-kamera-kinos.de).
Selbstverständlich ist die Vorstellung offen für alle Besucher*innen, - auch ohne Vierbeiner-Begleitung!
Wir starten mit einer kurzen Einführung in die Arbeit einer Hundetrainerin mit Helga Guder und mit einem informativen Blick in die Welt unseres Tierheims mit Iris Mathea vom Tierschutzverein Heidelberg.
Mitten in den malerischen, aber rauen Alpen wird eine Legende geboren: Barry, der berühmteste aller Bernhardiner. Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Familienfilm die bewegende Geschichte des legendären Lawinenhundes vom Großen Sankt Bernhard – von einer einzigartigen Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und seinem Hund.
SHAHID
Sondervorstellung am Sonntag, 12.04., 11:00 Uhr (OmU), Gloria
in Kooperation mit DAI Heidelberg
(ermäßigter Eintritt für DAI-Mitglieder)
Gespräch mit Regisseurin Narges Kalhor
D 2024 | Regie: Narges Kalhor | 84 Min. | FSK 12
Der Film Shahid verhandelt große politische Fragen in schmerzhaften, absurd-komischen Brechungen. Regisseurin Narges Kalhor will ihren Nachnamen „Shahid“ ablegen – im Iran heißt das „Märtyrer“. Mit dieser Ideologie will sie nichts zu tun haben, erst recht nicht im eigenen Namen. Der Antrag führt sie zu den Geistern ihrer Vorfahren und in die Mühlen deutscher Bürokratie. Zwischen Dokumentarfilm, Experiment und Selbstkommentar erkundet der Film ihre Familiengeschichte, die Geschichte Irans und Fragen von Identität – und hält radikalen Ideologien einen vielschichtigen Spiegel vor.
Narges Kalhor ist in Teheran geboren und lebt als iranisch-deutsche Regisseurin in Deutschland. 2009 beantragte sie hier Asyl. Ihr Kurzfilm Sensitive Content fand international Beachtung. Shahid (2024) lief im Berlinale Forum und wurde mehrfach ausgezeichnet.