kommende Sondervorstellungen

Can You Ever Forgive Me?

Filmreihe: Kunst und Fälschung

Termin: 16.04.24, 18:30 Uhr
Bewegende Geschichte einer Journalistin, die zur Fälscherin wird

USA 2018 | Regie: Marielle Heller

Basierend auf der wahren Geschichte der bekannten Prominenten-Biographin (und Katzenfreundin) Lee Israel (Melissa McCarthy), die in den 1970er und 80er Jahren in New York ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Portraits und Biographien von Prominenten wie Katherine Hepburn, Tallulah Bankhead, Estée Lauder und der Journalistin Dorothy Kilgallan verdiente.
Als Lees Werke nicht mehr veröffentlicht werden, da sie den zeitgemässen Publikumsgeschmack nicht mehr trifft, wendet sie ihre Kunstform der Täuschung zu, angestiftet durch ihren loyalen Freund Jack (Richard E. Grant).

 

EVIL DOES NOT EXIST

Premiere am Donnerstag, 18.04.24, 19:45 Uhr: Digitales Live-Filmgespräch mit Regisseur und Oscar-Preisträger Ryusuke Hamaguchi

Das digitale Live Q&A findet in japanischer Sprache mit deutscher Übersetzung statt. Die Zuschauer*innen haben die Möglichkeit, ihre Fragen an Ryūsuke Hamaguchi per WhatsApp oder SMS zu stellen.

JP 2023 | Regie: Ryusuke Hamaguchi | 106 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Hitoshi Omika, Ryo Nishikawa, Ryuji Kosaka, Ayaka Shibutani, Hazuki Kikuchi, Hiroyuki Miura

Takumi und seine Tochter Hana leben im Dorf Mizubiki in der Nähe von Tokio. Sie führen ein bescheidenes Leben im Einklang mit der Natur und schätzen die Abgeschiedenheit. Der Frieden wird allerdings gestört, als ein Unternehmen aus Tokio Pläne zum Bau einer Glamping-Anlage in unmittelbarer Nähe vorstellt. Schnell wird klar, dass der Luxus-Campingplatz schwerwiegende Folgen für das ökologische Gleichgewicht der Region und das Leben der Dorfbewohner mit sich bringen wird. Um die Wogen zu glätten, schickt das Unternehmen zwei Vertreter nach Mizubiki. Doch statt in einer Lösung, mündet der Konflikt in einer Situation mit tiefgreifenden Auswirkungen – für alle.

Nach seinem Oscar-prämierten Film „Drive My Car“ gelingt Ryūsuke Hamaguchi mit EVIL DOES NOT EXIST eine poetische Parabel über die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur. Dieser subtil und präzise erzählte Film beweist erneut, dass Hamaguchi einer der spannendsten Stimmen des Independent-Kinos ist.

 

GLADIATOR

Sondervorstellung am Montag, 22.04., 19:00 Uhr (engl. OV), Gloria

Auftaktveranstaltung zu unserer neuen Vortrags- und Filmreihe ANTIKE IM FILM in Kooperation mit dem Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik - Universität Heidelberg

und Semester-Opening GLORIOUS BEGINNINGS

Wir begrüßen alle Gäste mit einem Glas Rotwein oder Fritz Traubenschorle.

Termin: 22.04.2024, 19:00 Uhr

Vortrag: Dr. Jonas Osnabrügge

Sonderpreis für Studierende: € 7,-

Vorverkauf läuft

 

GB/USA 2000 | Regie: Ridley Scott | 155 Min. | FSK 16

Der Monumentalfilm von Ridley Scott mit Russel Crowe in der Hauptrolle wurde im Jahr 2000 mit 5 Oscars ausgezeichnet und gilt schon längst als Kultfilm.


Im alten Rom wird ein rechtschaffener Feldherr durch eine Intrige des ebenso eifersüchtigen wie gewissenlosen Sohns von Kaiser Marcus Aurelius in die Verbannung geschickt. Durch den Tod von Frau und Sohn jeglichen Lebenswillens beraubt, wird er schließlich als unbezwingbarer Gladiator in der Arena des Colosseums erneut mit seinem Widersacher konfrontiert. Monumentales Epos, das mitfühlend sentimental und zugleich barbarisch brutal eine antike Soap Opera entwickelt, die durch die stupende Rekreation gigantischer Schlachten und phänomenaler Architektur einen Anflug von Größe erhält. (filmdienst.de)

 

IM TAXI MIT MADELEINE

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 24.04.24, 20:00 Uhr

Ein Roadmovie der besonderen Art. Eine Taxifahrt durch Paris wird zum Rückblick auf ein bewegtes und bewegendes Leben.

vorgestellt von B. Banholzer

F 2022 | Regie: Christian Carion | 92 Min. | FSK 12
Darsteller*innen:
Line Renaud, Dany Boon, u.a.

Es ist ein Tag wie jeder andere für Charles, der als Taxifahrer in Paris unterwegs ist. Bis er die 92-jährige Madeleine abholt, die er in ein Seniorenheim bringen soll. Aber die Fahrt dauert länger, als gedacht, weil Madeleine einige Orte ihrer Vergangenheit wiedersehen will. Der Film spielt nicht ausschließlich im Taxi, da es auch Rückblicke auf Madeleines Leben in den 1940er, 1950er und 1970er Jahren gibt. Aber die prägnantesten Szenen finden in diesem Taxi statt, weil Line Renaud und Dany Boon so wunderbar miteinander harmonieren. (programmkino.de)

 

KLEINE SCHMUTZIGE BRIEFE

Sternstunden in der Kamera am Donnerstag, 25.04., 14:30 Uhr

GB 2023 | Regie: Thea Sharrock | 100 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Jessie Buckley, Olivia Coleman, u.a.

Die lebhafte Rose Gooding (Jessie Buckley) hat wenig mit der frommen Edith Swan (Olivia Colman) gemeinsam, außer dass sie Nachbarinnen in in der englischen Küstenstadt Littlehampton in den 1920er Jahren sind. Doch eines Tages erhalten Edith und andere in der Stadt anstößige Briefe, gespickt mit gemeinen Beschuldigungen in unflätiger Sprache, und der Verdacht fällt sofort auf Rose. Scotland Yard ermittelt und Rose droht sogar, das Sorgerecht für ihre Tochter zu verlieren. Während die skandalösen Briefe weiterhin die Stadt heimsuchen, ahnt nur die Polizistin Gladys Moss (Anjana Vasan), dass etwas nicht stimmt und Rose möglicherweise doch nicht die Schuldige ist…

 

Filmplakat: Der Tod in Venedig

DER TOD IN VENEDIG (engl. OV)

Sondervorstellung in Kooperation mit dem Theater und Orchester Heidelberg am Sonntag, 28.04.24, 11:00 Uhr, GLORIA

Anlässlich der aktuell im Musiktheater-Spielplan laufenden Inszenierung von Benjamin Brittens Oper„Death in Venice“ („Tod in Venedig“) zeigt das Gloria-Kino im Rahmen einer Matinee die Verfilmung der Thomas Mann-Novelle des italienischen Regisseurs Luchino Visconti.

Viscontis bilderstarke und atmosphärisch reiche Umsetzung entstand 1971 und zählt seitdem zu den Klassikern des internationalen literarischen Kinos.

Im Anschluss an die Vorführung gibt es die Gelegenheit mit dem Dirigenten Dietger Holm (kommissarischer Generalmusikdirektor am Theater und Orchester Heidelberg) und Ulrike Schumann (Operndirektorin des Theaters Heidelberg) über den Stoff und die verschiedenen Umsetzungen durch Visconti und Britten ins Gespräch zu kommen.

 

MÜTTER, MUT & MUTATIONEN

Kurzfilmreihe: Shorts Attack! am Sonntag, 28.04., GLORIETTE

8 Filme in 85 Minuten – mit deutschen Untertiteln

Von der Hausarbeit bis zum Urlaub, vom Tanzvergnügen über Fahrradliebe und Kunstgenuss bis hin zu Körperreflektion, Klischees und Krisenbewältigung, die Heldinnen des Programms erleben turbulente Situationen.

Filmplakat: Ex Machina

EX MACHINA

Sondervorstellung am Montag, 29.04., 19:00 Uhr, Gloriette

Filmreihe „Unsupervised Thinking: Künstliche Intelligenz ist überall“

Einführung, Filmgespräch und Moderation: Mirko Diepen (Pfarrer Altstadtgemeinde Heiliggeist-Providenz)

Die Filmreihe ist eine Kooperation mit der Altstadtgemeinde Heiliggeist-Providenz und der Evangelischen Akademie Baden

USA/GB 2014 | Regie: Alex Garland | 108 Min. | FSK 12

Darsteller*innen: Domhnall Gleeson, Oscar Isaac, Alicia Vikander

Bilderkennung, Spracherkennung und selbst-lernende Schachprogramme – Künstliche Intelligenz hat heute viele praktische Anwendungen und ist doch fast immer eine Black Box, die vor uns verbirgt, was in ihr vorgeht und damit fast „magisch“ wirkt. Mit "Unsupervised Thinking: Künstliche Intelligenz ist überall" bietet die Altstadtgemeinde Heiliggeist-Providenz in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Baden mit unserer Filmreihe, Gesprächen, Beispielen der Anwendung und Führungen durch die Ausstellung "K.I. erklärt" im MAINS (Mathematik-Informatik-Station der Klaus-Tschira-Stiftung) einen erhellenden Blick in diese "Black Box" und sucht darüber hinaus auch nach Antworten auf ethisch-philosophische Fragen.

 

FBW Filmbewertung: Prädikat besonders wertvoll

Caleb kann sein Glück kaum fassen: In der Firmen-Lotterie hat er den Hauptpreis gewonnen – eine Woche im Domizil des Unternehmenschefs Nathan. Nathan lebt zurückgezogen mitten in den Bergen, kaum einer weiß etwas über ihn. Als Caleb im Haus ankommt, informiert ihn Nathan über seine neuesten Entwicklungen. Er ist dabei, eine Künstliche Intelligenz in Gestalt einer Frau unter dem Namen Ava zu entwickeln. Doch dafür benötigt er Untersuchungen, Tests, Beobachtungen. Hier kommt Caleb ins Spiel. Er soll Ava begegnen, mit ihr sprechen. Denn nur so kann Nathan herausfinden, ob das von ihm erschaffene Wesen ein Bewusstsein entwickeln kann. Der Test beginnt. Ein Test, dessen Resultat das Leben aller verändern wird. Ob Mensch oder Maschine. Die Erschaffung einer Künstlichen Intelligenz, die Frage, ob es das Bewusstsein ist, dass den Menschen von der Maschine unterscheidet – diese existenziellen und gleichzeitig philosophischen Fragestellungen nutzt der Roman- und Drehbuchautor Alex Garland als spannenden Dreh- und Angelpunkt für sein Regie-Erstlingswerk. In einem gespenstisch und futuristisch anmutenden Setting, in dem sich die Kühle und Wärme der Materialien wie Glas, Holz, Metall und Felsen miteinander verbinden, entspinnt sich ein Kammerspiel, das von dem brillianten Drehbuch und dem kongenialen Darsteller-Trio Domnhall Gleeson, Alicia Vikander und Oscar Isaac getragen wird. Immer enger fängt die Kamera die Räume ein, in denen die Unterhaltungen Duellen ähneln. Dramaturgisch geschickt wird der Zuschauer immer wieder in die Irre und auf neue Fährten geführt, bis die Schlusspointe den Atem stocken lässt. EX_MACHINA verbindet die Philosophie der Science-Fiction mit der dichten Spannung eines Kammerspiels. Ästhetisch perfekt und raffiniert konstruiert.

 

PRIDE

Sondervorstellung am Dienstag, 30.04., 18:30 Uhr, Gloriette

im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Der rote Kulturfaden" (Koordination: SPD - Kreisverband Heidelberg)

Sonderpreis: € 6,-  (SPD-Mitglieder zahlen € 3,-)

Wir starten die Vorstellung mit einem Begrüßungsgetränk. Ein anschließendes Filmgespräch mit Vertreter*innen der Queer-Community und der Gewerkschaften findet statt im "Roten Keller" (Apothekergasse 3, HD-Altstadt)

GB 2014 | Regie: Matthew Warchus | 120 Min. | FSK 6

Darsteller*innen: Ben Schnetzer, George MacKay, Dominic West, Andrew Scott, Bill Nighy, Imelda Staunton, Paddy Considine

Der Film erzählt die wahre Geschichte eines Bergarbeiterstreiks in  Wales in den achtziger Jahren. Eine Handvoll schwuler Londoner Aktivisten beschließt die Streikenden zu unterstützen, sie sammeln viel Geld und fahren in die ferne Provinz. Was folgt, ist ein Zusammenstoß der Kulturen. Auf der einen Seite die Londoner Paradiesvögel in einer Ära, in der wütende Schwulenfeindlichkeit noch grassierte, auf der anderen die bodenständigen, walisischen Arbeiter*innen, deren Minen vor der Schließung stehen. Viel gemeinsam scheinen sie nicht zu haben, außer auf jeweils andere Weise in schwierigenden Umständen zu leben und gegen die unerbittliche Politik Margaret Thatchers zu kämpfen. Der Annäherungsprozess ist kompliziert, peinlich und witzig. Die komischen und tragischen Momente bleiben in "Pride" in einer sensibel bemessenen Balance.

 

IM LAND DER WÖLFE

Sondervorstellung am Sonntag, 05.05., 11:00 Uhr, Gloria

Filmvorführung und anschließender Vortrag und Publikumsgespräch mit Wolfs-Expertin Christine Günther zur Situation bei uns und im Odenwald. ´

Christine Günther ist Wolfsbotschafterin im NABU "Kleiner Odenwald" und im Wildtiermonitoring der Forstlichen Versuchs - und Forschungsanstalt Baden-Württemberg tätig.

D 2023 | Regie: Ralf Bücheler | 102 Min | FSK 12
Dokumentarfilm

100 Jahre nach ihrer Ausrottung kehren die Wölfe nach Deutschland zurück, in ein Industrieland voller Menschen. Sie kommen wieder, weil wir sie lassen. Das haben wir demokratisch entschieden. Ihre Rückkehr ist Ausdruck des Wandels in unserem Umgang mit der Natur. Wir sind bereit, die Herrschaft über die Erde wieder zu teilen, auch weil wir einsehen: Als Alleinherrschende gehen wir unter.

„Im Land der Wölfe“ erzählt vom Leben unserer neuen Nachbarn. Die Tiere leben nicht in einer verwunschenen Wildnis in Naturschutzgebieten, sondern mitten unter uns. Sie finden Nischen in der Kulturlandschaft. Sie ziehen sich in die Wüstungen alter Tagebaue zurück, nutzen unsere Wege, überqueren Autobahnen und laufen durch Dörfer. Ihre Welpen spielen mit unseren Abfällen und trinken aus den Furchen, die Maschinen im Waldboden hinterlassen. Manchmal fressen Wölfe Nutztiere.

Und viele Menschen haben eine tiefsitzende Angst vor ihnen.Die Landnahme der Wölfe fordert uns heraus – Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft, Landwirtschaft, Politik, Naturschutz und der Bevölkerung diskutieren über die Welt der Wölfe in Deutschland.

 

JOHN SINGER SARGENT - Fashion & Glamour

Kunstfilmreihe: Exhibition on Screen

Sondervorstellungen am Sonntag, 05.05. und Sonntag, 26.05., Kamera

GB 2023 | Regie: David Bickerstaff | 90 Min.

John Singer Sargent gilt als der größte Porträtmaler seiner Zeit. Was seine »Swagger«-Porträts so besonders machte, war seine Autorität gegenüber den Porträtierten - er bestimmte ihre Kleidung und wie sie sich dem Publikum zeigen sollten. Anhand von Interviews mit Kuratoren, zeitgenössischen Modemachern und stilprägenden Persönlichkeiten untersucht Exhibition on Screen, wie Sargents außergewöhnliche Arbeitsweise die moderne Kunst, Kultur und Mode beeinflusst hat. Die Ausstellung - gefilmt im Museum of Fine Arts in Boston und in der Tate Britain in London - zeigt, wie es Sargent in dieser faszinierenden Zeit der kulturellen Neuerfindung gelang, einzigartige Persönlichkeiten, Machtverhältnisse und Geschlechteridentitäten zum Ausdruck zu bringen. Neben 50 Bildern von Sargent sehen wir beeindruckende Kleidungsstücke und Accessoires, die von seinen Porträtierten getragen wurden - so werden wir quasi in das Atelier des Künstlers versetzt. Sargents Dargestellte waren oft wohlhabend, ihre Kleidung kostspielig. Aber was passiert, wenn man sich in die Hände eines großen Künstlers begibt? Die Inszenierung öffentlicher Identität ist heute genauso umstritten und umkämpft wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, aber irgendwie überwindet Sargents Werk alle sozialen Klischees und fängt mit jedem Pinselstrich eine verführerische Wahrheit ein.

 

THE DOORS

Klassiker-Filmreihe "Best Of Cinema" am Dienstag, 07.05.2024, Gloria

USA 1991 | Regie: Oliver Stone | 141 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Val Kilmer, Kyle MacLachlan, Kevin Dillon, Frank Whaley, Meg Ryan, Michael Madsen

Für die einen ein Gott, für die anderen die Ausgeburt des Teufels: Jim Morrison (Val Kilmer), der legendäre Frontmann von The Doors, liebt den rauschhaften Tanz am Rande des Abgrunds. Sein Leben ist eine explosive Mischung aus Leidenschaft, Wut, Selbstzerstörung und Todessehnsucht. Als er mit nur 27 Jahren stirbt, hat Jim Morrison mit dem einzigartigen Sound der Doors bereits eine ganze Generation geprägt und ein unsterbliches musikalisches Erbe hinterlassen.

Oliver Stone beleuchtet in seinem Biopic den Werdegang von The Doors-Frontmann Jim Morrison, der sich als Ikone der 1960er Jahre ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. Neben Hauptdarsteller Val Kilmer sind Kyle MacLachlan, Kevin Dillon und Frank Whaley als weitere Bandmitglieder von The Doors zu sehen, sowie Meg Ryan als Jims Freundin Pamela. Die beiden Doors-Musiker Robby Krieger und John Densmore wirkten als Berater am Film mit und verhalfen so insbesondere den Konzertszenen zu einer seltenen Authentizität.

 

DER KRIEG IN MIR

Sondervorstellung am Donnerstag, 09.05., 16:00 Uhr, Kamera

Wir begrüßen den Regisseur und Autor Sebastian Heinzel.

Sebastian Heinzel wird zur Einstimmung auf den Film aus seinem gleichnamigen Buch lesen. Im Anschluss an die Filmvorführung wird es ein Filmgespäch geben.

D/CH 2019 | Regie: Sebastian Heinzel | 84 Min. | FSK 6

„Wieviel Soldat steckt noch in mir?“ fragt sich Sebastian Heinzel, als er im Wehrmachtsarchiv erfährt, dass sein Großvater im Zweiten Weltkrieg in Russland gekämpft hat. In seiner Familie erwähnte Opa Hans diesen Einsatz bis zu seinem Tod mit keinem Wort. Angeregt von den Entdeckungen reist der Filmemacher an jene Orte, wo sein Großvater als Soldat stationiert war. Dabei stößt er auf ungeahnte Verbindungen zu seinem Leben und zu seinen Kriegsträumen, die ihn seit Jahrzehnten verfolgen. Sebastian bezieht seinen Vater in seine Auseinandersetzung ein, die beide einander näher bringt und das Schweigen bricht, das auch seinen Vater prägte. Der Film zeigt, wie sich Knoten in der eigenen Familiengeschichte lösen lassen und Veränderungen Raum
geben.

Mit Hilfe von Wissenschaftlern, Therapeuten und Autoren erforscht der Regisseur, wie einschneidende kollektive Ereignisse wie Flucht, Vertreibung und Völkermord bis in die zweite und dritte Generation hineinreichen. Neue Forschungen aus der Epigenetik geben Hinweise darauf, dass enorme Stresserfahrungen das Erbgut verändern. Es sind bahnbrechende Erkenntnisse, die deutlich machen, welches Erbe die Nachfahren auf ihren Schultern tragen - oftmals ohne sich dessen bewusst zu sein. Vor dem Hintergrund der globalen Flüchtlingskrise und internationaler Spannungen erzählt der
Film von den langfristigen Folgen des Krieges und unserer Aufgabe, sich damit zu beschäftigen, damit Heilung und Versöhnung möglich werden.

 

Filmplakat: DTH Film Firebird

DTH - FILM: Firebird & Rite of Spring von Iván Pérez

Sondervorstellung am Sonntag, 12.05., 11:00 Uhr, GLORIA

in Kooperation mit dem Dance Theatre Heidelberg

Anfang Mai tourt das Dance Theatre Heidelberg (DTH) mit Iván Pérez' Choreografie »Firebird & Rite of Spring« durch Taiwan. Anlässlich dessen präsentiert das DTH in Kooperation mit dem Gloria Kino Heidelberg die Aufzeichnung des 70-minütigen Tanzstücks in einer Sonntagsmatinée. Die beiden ursprünglichen Ballette »Firebird« und »Rite of Spring« sind 1910 und 1913 in Paris mit neuer Musik von Igor Stravinsky uraufgeführt worden und markieren Wendepunkte des Tanzes. Lassen Sie uns gemeinsam in die Tanzgeschichte eintauchen, von der Musik begeistern und die choreografische Version von Iván Pérez genießen.

 

 

 

The Best Offer - Das höchste Gebot

Filmreihe: Kunst und Fälschung

Termin: 14.05.24, 18:30 Uhr


Thriller über die Machenschaften eines exzentrischen Gutachters und Auktionators

I 2013 | Regie: Giuseppe Tornatore

Eine einfache Geschichte: das Schicksal eines kultivierten, alternden Einzelgängers, dessen Abneigung gegen seine Mitmenschen nur noch von seinem besessenen Engagement für seinen Beruf als Kunstexperte und Auktionator übertroffen wird. Als er den Auftrag erhält, einen Haushalt voller kostbarer Kunstgegenstände aufzulösen, gerät der Antiquitätenhändler in einen Strudel der Leidenschaft, die seine graue Existenz nachhaltig verändert. Ist dies also ein Film über die Kunst als Sublimierung der Liebe? Vielleicht. Oder eine Liebesgeschichte, wie sie nur durch die Kunst entstehen kann.

 

Filmplakat: An American in Paris

AN AMERICAN IN PARIS

Auftakt zur neuen Filmreihe: Kunst und Musik im Film

in Kooperation mit dem Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg

Termin: 22.05.24

USA 1951 | Regie: Vincente Minnelli | 114 Min.

Oscar 1952: Beste Filmmusik

Die Geschichte eines amerikanischen Soldaten, der nach dem Krieg als Maler in Paris bleibt; er erliegt zunächst dem Charme der Stadt, später der Liebe einer aparten Französin. Vielfach preisgekrönte Tanzdichtung, die in einem großartigen Ballett nach Gershwins Melodien gipfelt. Aus dem harmonischen Zusammenklang von phantasievoller Inszenierung und brillanter Choreografie ist eines der schönsten Filmmusicals entstanden, das überzeugend das Flair von Paris einfängt. (filmdienst.de)