Demnächst
TICKET INS LEBEN
(Start: 28.05.)
F 2025 | Regie: Jean-Pierre Améris | 91 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Valérie Lemercier, Gérard Darmon, Patrick Timsit
Der Chansonnier Antoine Toussaint ist seit Jahrzehnten ein gefeierter Star. Als er auf der Bühne zusammenbricht, scheint das Ende seiner Karriere besiegelt. Frustriert plant er seinen Abgang und nimmt den nächsten Zug nach Genf. Doch die Reise verläuft anders als geplant, denn in seinem Abteil sitzt die temperamentvolle Victoire – glühender Fan des Sängers und voller unerschütterlichem Optimismus. Antoine will sie schnellstens wieder loswerden, doch Victoire lässt sich schwer abwimmeln und bringt – ohne es zu ahnen – seine Pläne ins Wanken. Zu seiner großen Überraschung wächst ihm die quirlige Nervensäge langsam ans Herz.
Mit viel Humor und unverkennbar französischer Leichtigkeit wird von unerwarteten Neuanfängen und spätem (Liebes-)Glück erzählt.
VERFLUCHT NORMAL
(Start: 28.05.)
GB 2025 | Regie: Kirk Jones | 121 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Robert Aramayo, Maxine Peake, Peter Mullan
Dass die Queen ein unkontrollierbares „Problemkind“ mal mit dem Orden des British Empire auszeichnen würde, damit hätte wohl niemand gerechnet, am allerwenigsten John Davidson selbst. In den frühen 1980er Jahren wächst John (Scott Ellis Watson) in einer schottischen Kleinstadt auf. Im Alter von 12 Jahren beginnt unter heftigen Nerven-Tics zu leiden. Unter der erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostizierten Erkrankung wird sein Leben zu einem endlosen Spießrutenlauf.
Mit Mitte 20 lebt John (Robert Aramayo) noch bei seiner Mutter (Shirley Henderson). Die Nebenwirkungen der starken Medikamente auf die er angewiesen ist, rauben ihm fast jeden Lebensmut, als die zufällige Begegnung mit seinem Schulfreund Murray und dessen Mutter Dottie (Maxine Peake) endlich eine Wendung bringt. Dottie ist Krankenschwester und akzeptiert John, so wie er ist. Sie nimmt ihn in ihrer Familie auf und findet sogar einen Job für ihn als Assistent des Gemeindezentrum-Hausmeisters Tommy (Peter Mullan). Ein aberwitziges Vorstellungsgespräch, bei dem Tommy wie kein anderer auf Johns Tics reagiert, legt den Grundstein für eine innige Freundschaft. Langsam findet John den Mut und die Zuversicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und erkennt, wie wertvoll seine Erfahrungen auch für andere sind.
Als perfekte Mischung aus sozialrealistischem Drama und warmherziger Underdog-Komödie vereint VERFLUCHT NORMAL gleich zwei große britische Kinotraditionen. Basierend auf dem Leben des realen John Davidson, erzählt „LANG LEBE NED DEVINE!“-Regisseur Kirk Jones in seinem emotionalen Biopic mit viel Humor und großer Wärme davon, wie John trotz Ausgrenzung und mangelndem Verständnis aufgrund seiner Tourette-Erkrankung seinen Weg findet und zur Inspiration für andere wird.
GERMAINE ACOGNY
(Start: 28.05.)
F/SN/D 2025 | Regie: Greta-Marie Becker | 89 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm
Germaine Acogny ist nicht nur die „Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes", sondern auch eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und in Auseinandersetzung mit europäischen Tanzformen, entwickelte sie ihre ganz eigene Acogny-Technik. Mehr als 50 Jahre auf internationalen Bühnen und ihre Arbeit als Mentorin für junge Tänzer:innen in Senegal und weltweit haben die 81-jährige Künstlerin zur Tanzikone eines ganzen Kontinents gemacht. 2021 wurde diese außergewöhnliche Tänzerin, Choreografin und Lehrerin mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk auf der Tanz-Biennale in Venedig ausgezeichnet.
GOOD BOY
(Start: 04.06.)
GB 2025 | Regie: Jan Komasa | 110 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Stephen Graham, Andrea Riseborough, Anson Boon, Kit Rakusen
Der 19-jährige Tommy lebt für Gewalt, Kriminalität und den Ruhm auf Social Media – bis er eines Nachts entführt wird. Gefesselt erwacht er im Keller eines abgelegenen Hauses, in dem Chris mit seiner Frau Kathryn und Sohn Jonathan lebt. Die Familie will Tommy mit psychologischen Methoden zu einem „braven Jungen“ erziehen. Während er sich verzweifelt gegen die Manipulation wehrt, wird er immer tiefer in die verstörende Familiendynamik hineingezogen und zugleich mit seinen eigenen Sehnsüchten konfrontiert. Hass, Abhängigkeit und das Bedürfnis nach Nähe beginnen zu verschwimmen.
Regisseur Jan Komasa inszeniert einen provokanten Gesellschaftsthriller, den The Guardian bereits mit Kubricks „Clockwork Orange“ vergleicht.
THE NEW WEST
(Start: 04.06.)
USA 2025 | Regie: Kate Beecroft | 98 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Tabatha Zimiga, Porshia Zimiga, Scoot McNairy, Jennifer Ehle
In den Badlands von South Dakota rettet die junge, rebellische Rancherin Tabatha Pferde und verkauft sie weiter. Sie muss schwierige Entscheidungen treffen, um mit ihrer zerrütteten Familie, der finanziellen Unsicherheit durch den Verlust ihrer Ranch und ihrer unbewältigten Trauer umzugehen. Gleichzeitig bietet sie einer Gruppe von aufsässigen Jugendlichen aus der Nachbarschaft Zuflucht und vermittelt ihnen die Fähigkeiten des Pferdehandels.
Beim Sundance Filmfestival wurde das Regiedebüt von Kate Beecroft mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Drei Jahre lang begleitete sie das Leben ihrer Protagonist*innen und schuf schließlich ein Ensemble aus professionellen und Laiendarsteller*innen.
FUTURE COUNCIL
(Start: 04.06.)
AUS 2025 | Regie: Damon Gameau | 82 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm
Was passiert, wenn die Architekten der Zukunft die Verantwortlichen von heute zur Rede stellen? Der Dokumentarfilmer Damon Gameau (2040, VOLL VERZUCKERT) lädt acht engagierte Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt ein, mit ihm in einem gelben Schulbus quer durch Europa zu reisen. Ihr Ziel: Die Zentralen der mächtigsten Konzerne der Welt. In diesem „Rat der Zukunft“ nehmen die jungen Menschen kein Blatt vor den Mund und konfrontieren CEOs und Spitzenmanager direkt mit der Frage, wie sie die Welt hinterlassen wollen. Ein inspirierender, humorvoller und tief berührender Dokumentarfilm, der zeigt, was passiert, wenn die nächste Generation nicht mehr nur vor der Tür protestiert, sondern direkt im Konferenzraum Platz nimmt.
Schulvorstellungen möglich ab 04.06.
MEIN LEBEN, MEIN DING
(Start: 18.06.)
F 2024 | Regie: Sophie Fillères | 101 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Agnès Jaoui, Angelina Woreth, Édouard Suplice
Barberie Bichette, die man zu ihrem Leidwesen Barbie nennt, mag schön gewesen sein, eine gute Mutter, eine verlässliche Kollegin, eine großartige Liebhaberin, ja, vielleicht... aber das war, bevor sie unausweichlich 55 wurde (also fast 60 und bald noch älter!) Jetzt erscheint ihr das Leben finster, heftig und absurd. Es macht ihr Angst. Aber wie soll sie etwas ändern, wenn sie immer noch nicht weiß, wer sie ist und was sie will?
„Ma vie, ma gueule“ ist der letzte Film der bekannten französischen Regisseurin Sophie Fillières. IndieWire schrieb damals über die Regisseurin „Nur wenige Filmemacherinnen, die im Bereich der Komödie tätig sind, waren jemals so subtil, so feinfühlig im Tonfall wie Sophie Fillières!“ Nach ihrem plötzlichen Tod stellten die beiden Kinder den Film gemeinsam fertig.
THE LOVE THAT REMAINS
(Start: 18.06.)
IS, DK,S,F 2025 | Regie: Hlynur Pálmason | 109 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Grímur Hlynsson, Þorgils Hlynsson, "Panda"
Gemeinsam mit ihren drei Kindern und Familienhund „Panda“ führen Anna und Magnús ein unaufgeregtes Leben an der weiten Küste Islands. Magnús ist als Hochseefischer oft tagelang auf dem Meer, während Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft. Dazwischen wandern sie mit den Kindern in den Bergen, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh, schießen Bogen, sammeln Heidelbeeren oder beobachten Wildpferde und Wale. Die beiden haben sich schon vor einer ganzen Weile getrennt, doch irgendwie schaffen es die beiden nicht, auch ihre Leben voneinander zu trennen. Ist es nur der Kinder wegen oder ist da vielleicht noch eine Form von Liebe, die geblieben ist?
Die vielfältige Schönheit der isländischen Natur ist nicht bloße Kulisse, sondern auch Spiegel der Figuren, die rau und sanft, warm und kalt, lustig und ernst sein dürfen.
THE DEATH OF ROBIN HOOD
(Start: 18.06.)
USA 2026 | Regie: Michael Sarnoski | 123 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Hugh Jackman, Jodie Comer, Bill Skarsgard
Ein vom Leben gezeichneter Einzelgänger, der nach einem Leben voller Verbrechen und Mord mit seiner Vergangenheit ringt, wird schwer verletzt von einer mysteriösen Frau gefunden, die ihm eine Chance auf Erlösung bietet. Es sind die letzten Tage des gesetzlosen Robin Hood…
Autor und Regisseur Michael Sarnoski erzählt eine Geschichte über Gewalt, Vergeltung und die dunkle Wahrheit hinter der beliebten Legende eines vermeintlichen Helden, den es so nie gegeben haben soll. Seine schonungslose, subversive Neuinterpretation von Robin Hoods letzten Jahren zeigt den legendären Gesetzeslosen nicht als die Figur aus den Mythen – und die Sagen, die wir zu kennen glauben, bleiben blutig zugerichtet im Schlamm zurück.
INGEBORG BACHMANN - Jemand, der einmal ich war
(Start: 25.06.)
Vorpremiere am Di, 23.06., 20:15 Uhr, Gloria in Kooperation mit dem Literaturherbst Heidelberg.
Mit musikalisch-literarischem Rahmenprogramm, vertonten Gedichten und Video-Stimmcollagen der berühmten, sprachgewaltigen Dichterin.
Mit Brigitte Becker (Klavier/GEDOK Heidelberg), Matthias Paul (Rezitation/Freier Theaterverein Heidelberg e.V.), Veronika Haas(Rezitation/Festivalleiterin Literaturherbst Heidelberg) und anderen.
Und mit Buchverlosung: Wir verlosen unter den Kino-Gästen ein Exemplar der beeindruckenden neuen Bachmann-Biografie von Andrea Stoll „Zwei Menschen sind in mir“
D/A 2026 | Regie: Regina Schilling | 95 Min. | FSK 6
Dokumentarfilm
In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.
HALLO BETTY
(Start: 25.06.)
CH 2026 | Regie: Pierre Monnard | 110 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Sarah Spale, Martin Vischer, Rabea Egg
1956 erfindet die schüchterne Werbetexterin Emmi Creola im Rahmen einer Kampagne für Speiseöl die Kunstfigur Betty Bossi – und trifft damit den Nerv der Zeit. Aus einer Marketingidee wird die „Köchin und Hausfrau der Nation“, aus Emmi eine unfreiwillige öffentliche Figur. Denn die Schweiz liebt Betty – und verlangt bald ein echtes Gesicht. Emmi schlüpft widerwillig in die Rolle ihrer eigenen Erfindung und wird selbst zur gefeierten Koch-Ikone. Doch der Erfolg fordert seinen Preis: In einer von Männern dominierten Branche muss sie sich behaupten, während sie zugleich versucht, den Erwartungen als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden.
Mit Humor und Retro-Charme wird die wahre Geschichte einer Frau erzählt, die ihrer Zeit voraus war. Eine echte Erfolgsstory.
DAS SOMMERBUCH
(Start: 25.06.)
GB/USA 2024 | Regie: Charlie McDowell | 95 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Glenn Close, Anders Danielsen Lie und Emily Matthews
Basierend auf Tove Janssons beliebtem Roman wird die Geschichte von Sophia erzählt, einem neunjährigen Mädchen, das schnell erwachsen wird, und ihrer Großmutter, die sich dem Ende ihres Lebens nähert. Zusammen mit Sophias Vater verbringen sie Zeit im Sommerhaus der Familie auf einer winzigen, unberührten Schäreninsel im Finnischen Meerbusen, erkunden die Insel, sprechen über das Leben, die Natur und alles andere – nur nicht über ihre Gefühle bezüglich des Todes von Sophias Mutter und ihre Liebe zueinander.
Ein aufziehender Sommersturm wird emotionale Wunden heilen und Bindungen vertiefen …
„Glenn Close in ihrer schönsten Rolle! Als Großmutter, Mutter und Gründerin der Pfadfinder für Mädchen. Große Gefühle vor skandinavischer Ostseekulisse.“ IFFMH 2025