Internationales Filmfestival Mannheim Heidelberg 2026

Das 75. IFFMH im Gloria!

Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg feiert vom 5. bis 15. November seine große Jubiläumsausgabe! Das Festival präsentiert die Rising Stars der internationalen Filmwelt sowie aktuelle Filme bekannter Regisseur*innen. Das Programm ist in den Kinos beider Städte zu erleben - auch bei uns im Gloria!

In diesem Jahr sind eindrucksvolle Perspektiven u.a. aus Deutschland, Dänemark, Griechenland, Frankreich, Kroatien, Georgien, Australien, Kanada, den USA, Hong Kong, Brasilien, Bolivien, Japan oder Südkorea. Im internationalen Wettbewerb ON THE RISE läuft u.a. The Guest, das fulminante Debüt des dänischen Regisseurs Mads Mengel. In der Hauptrolle: die renommierte Schauspielerin Trine Dyrholm, genauso bekannt aus Dogma-95-Filmen sowie aus internationalen Produktionen. Trine Dyrhom kommt auch persönlich zum IFFMH und wird mit einer Hommage geehrt.

Special: Am 13. November um 18 Uhr könnt Ihr den Gewinnerfilm des Deutschen Dokumentarfilmpreises bei uns im Gloria sehen. Welcher Film den renommierten Preis gewinnt, wird am Vorabend bei der Award Ceremony des IFFMH bekannt gegeben - lasst Euch also überraschen!

Auf ins große Festivaljubiläum! Freut euch auf eine Vielzahl an Filmen und Gästen aus der ganzen Welt! Nach den meisten Vorführungen gibt es direkt hier im Kino die einmalige Gelegenheit zu Filmgesprächen. Und bei den Wettbewerbsfilmen könnt Ihr nach jeder Vorstellung für den Publikumspreis abstimmen.

 

Tickets und das komplette Programm: www.iffmh.de

 

 

Diese Filme aus dem Festivalprogramm könnt Ihr bei uns im Gloria erleben:

 

Aus dem Wettbewerb ON THE RISE

 

›Body of Glass‹: Marseille. Ein junge Tänzerin flieht vor ihrem Partner. Auf der Suche nach einem Umfeld, das ihr Sicherheit geben könnte, stiehlt sie sich in das Leben einer fremden Familie und droht, sich dabei selbst zu verlieren. Fesselnd bis zum Schluss! Das mitreißende Drama ist im Nachwuchsprogramm des IFFMH entstanden, feierte Weltpremiere in San Sebastián und ist jetzt beim 75. IFFMH zu sehen.

 

›Cotton Fever‹: Chelsea, Massachusetts. Nur durch den Mystic River von Boston getrennt, spielen sich an der “Methadone Mile” täglich Drogenszenen ab. Mittendrin der Kleindealer James. Seinen Entzug hat er abgebrochen, obwohl er und seine Freundin Dina ein Kind erwarten. Wird es den beiden gelingen, für ihre Familie den Absprung zu schaffen? Ein beeindruckendes, knallhartes Debüt voller Anteilnahme für seine Figuren - mit einem herausragenden Cast!

 

›Gelegenheitsdiebe‹: Die kroatische Adriaküste: Rio bessert sein schmales Gehalt mit Diebstählen in den umliegenden Hotels auf. Er lebt bei seinen Großeltern, sein Großvater ist an Demenz erkrankt und seine Großmutter von der Pflege erschöpft. Als ihm Andrea, die im Beauty Salon eines der Hotels arbeitet, einen Deal anbietet, werden die beiden nicht nur Partner in Crime, es entspinnt sich auch eine zarte Freundschaft. In klaren Bildern fotografiert, schaut dieser Film auf die Menschen, die am Rande von Tourismus und Wohlstand stehen und auf eine bessere Zukunft hoffen.

 

›Lovers Sleep Alone‹: Schlaflos in Berlin. Vor Jahren schon hat Iman sein Heimatland Iran verlassen. Eine große Einsamkeit bestimmt sein Leben in Deutschland. Tag und Nacht arbeitet er in zwei verschiedenen Jobs. Hier wird er gebraucht und bleibt doch unsichtbar. Seine einzige Beziehung ist eine Affäre mit André. Als seine Cousine, die er kaum kennt, zu Besuch kommt, bringt sie seinen Alltag für einen Moment durcheinander. Ein feinfühliger Film über das Fremdsein und die Sehnsucht nach Verbundenheit. Auch dieser Film ist im Nachwuchsprogramm des IFFMH entstanden und kehrt jetzt für seine Deutschlandpremiere zum Festival zurück!

 

›Memorizu‹: Eine sinnliche Meditation über die Kraft der Erinnerung. Yuta muss seine Frau Yuki und die kleine Tochter für zwei Monate verlassen und zu seinem Schwiegervater Makoto reisen. Dort hilft er in dessen Fotogeschäft aus, wo noch analoge Kodak-Filmrollen entwickelt werden. Yuki wiederum arbeitet zuhause in Tokio als Tourguide und macht dabei täglich Fotos. Durch diese kleine Parallele zeigt der Film, wie wir Bindungen zu anderen Menschen und flüchtige Momente für immer festzuhalten versuchen. Wunderschön!

 

›The Riverbank‹: Weil sie seine Homosexualität nicht akzeptieren, hat Izaquiel seine Eltern verlassen. Er lebt nun in einem queeren Freundeskreis am Rande der Gesellschaft von Recife. Tagsüber arbeitet er als Hausmeister ausgerechnet in einer evangelikalen Kirche. Nachts streift er durch die Mangrovenwälder in der Nähe der Stadt und beginnt eine Affäre mit dem Fischer Jeremías. Aber lassen sich Izaquiels zwei Welten so scharf trennen, wie er glaubt?

 

›Pianoman‹: Früher war der Pianoman ein kleiner Star in Bolivien. Doch das ist lange her. Heute spielt er in drittklassigen Clubs die Hits von einst und kaum noch jemand im Publikum hört ihm zu. Auch seine Frau hat sich längst von ihm getrennt, die Tochter will keinen Kontakt mehr zu ihm. Dann wird ihm ein letzter großer Gig angeboten - doch irgendjemand hat seinen Anzug gestohlen! Eine wunderbare Tragikomödie - jetzt als Weltpremiere beim 75. IFFMH zu erleben!

 

›Union County‹: Der Weg zu uns selbst führt manchmal durch die schwersten Krisen. Cody (Will Poulter) und sein Bruder (Noah Centineo) befinden sich auf gerichtliche Anordnung hin in einem staatlichen Drogen-Rehabilitationsprogramm. Zum ersten Mal seit langem beginnen sie, Hoffnung zu schöpfen. Doch können sie die Dämonen ihrer Vergangenheit hinter sich lassen? Ein so realistisches wie zärtliches Drama über die täglichen Triumphe und Niederlagen im Kampf gegen die Abhängigkeit. 

 

›The Guest‹: Karl und Emilie wollen die Namensgebung ihres ersten Sohnes feiern. Alles ist perfekt, das Hotel an der Ostsee lässt keine Wünsche offen. Doch plötzlich steht Karls Mutter Vibeke (Trine Dyrholm), mit der er seit Jahren keinen Kontakt hat, auf der Matte. Durch die konfliktreiche Familiensituation droht die eben noch feierliche Stimmung gefährlich zu kippen - bitterernst und zum Schreien komisch gelingt Mads Mengel ein herausragendes Debüt!

 

Weitere Highlights aus dem Festivalprogramm:

 

›Conversation with the Sea‹: Kamal lebt in Jerusalem und führt ein kärgliches Leben. Eines Tages erhält er einen Bescheid mit der Aufforderung, horrende Sozialversicherungsschulden seines Sohnes zu begleichen. Doch der ist nach allem, was Kamal weiß, vor 20 Jahren verstorben. Kamal begibt sich auf die Suche und hat zunächst nur einen einzigen Hinweis: den Namen einer jüdischen Frau. Der neue Film des renommierten palästinensischen Regisseurs Muayad Alayan.

 

›Flesh and Fuel‹: Als Truckerfahrer ist Etienne ständig unterwegs. Lange Tage und Wochen verbringt er auf den Fernstraßen Europas, die Einsamkeit immer an seiner Seite. Dann lernt er den polnischen Fahrer Bartosz kennen. Zwischen Autobahnen und Landesgrenzen beginnt eine zerbrechliche Beziehung, die sich gegen ein Arbeitsleben behaupten muss, in dem Menschen wie Waren ständig in Bewegung sind. Ein berührendes queeres Roadmovie!

 

›I Can't Say No to Myself‹: Die jungen Israelinnen Zohar und Shira leben in Berlin. Eine Datenight verändert das Leben der beiden Freundinnen. Hadas Ben Aroya ist die israelische Regisseurin der Stunde. Ihre Filme widmen sich der Gen Z, deren Identität und Sexualität. ›I can’t say no to myself‹ ist das vital glühende Porträt junger Israelis an einem neuen Zufluchtsort jenseits der Heimat.

 

›Objet a‹: Ingeborg und Adam sind ein Paar. Sie leben und lieben die totale Kontrolle. Minutiös bis ins letzte Detail ist der Alltag der beiden strukturiert. Dabei geben sich beide ihren Obsessionen hin. Sie stiehlt zwanghaft Gegenstände; er sehnt sich danach, selbst einer zu werden. Als ein Unfall die geheimnisvolle Gaia in ihr Leben spült, gerät das sorgsam austarierte Gleichgewicht ihrer Beziehung ins Wanken.

 

›The Red Hangar‹: Chile am Vorabend des Militärputsches 1973: Captain Jorge Silva erhält einen Befehl, in der Luftwaffenakademie, in der er als Ausbilder arbeitet, ein provisorisches Gefängnis zu einrichten. Nach der Ankunft seines alten Rivalen Colonel Jahn schwant ihm, wie weitreichend die Aktion geplant ist. Ein aufrüttelnder, brisanter und hochaktueller Thriller über die Anfänge eines nationalen Traumas.

 

›Sad Girlz‹: Die beiden Teenagerinnen Paula und La Maestra sind im selben Schwimmteam und als Freundinnen unzertrennlich. Eines Abends bleibt Paula mit ihrem Schwarm Daniel auf einer Party zurück. In den Tagen darauf bemerkt La Maestra, dass mit Paula etwas nicht stimmt. Sie wirkt traurig und distanziert. Nur zögerlich beginnt Paula, über die Ereignisse jener Nacht zu sprechen. Ein starkes und zugleich einfühlsames Drama über weibliche Selbstermächtigung und die Kraft der Freundschaft!

 

›Und morgen die ganze Welt‹ (2020): Die Stimmung im Land kippt, die Zahl rechter politischer Gewalttaten nimmt stetig zu. Weil Luisa (Mala Emde) das nicht tatenlos hinnehmen will, schließt sie sich einer Antifa-Gruppe im Mannheimer Jungbusch an. Doch innerhalb der linken Gruppe entsteht bald ein Konflikt um die Frage, wie weit man im Widerstand gegen Faschisten gehen darf und muss. Hochaktuell! Zu seinem Jubiläum kuratiert das IFFMH auch Filme, die in der Region entstanden sind. Julia von Heinz’ gefeierter Politthriller ist einer davon.