5. Heidelberger Kinonacht
Am 2. Oktober steigt in den Heidelberger Kinos, im kommunalen Karlstorkino, im Cinema Augustinum und bei uns in Gloria & Gloriette und in der Kamera, die 5. Heidelberger Kinonacht.
Jedes der teilnehmenden Kinos bietet ein spezielles Kinoprogramm an und zeigt in der Nacht vom 2. Oktober zum Feiertag passende Filme. Im Fokus der Heidelberger Kinonacht stehen die Heidelberger Kinos als Orte der Begegnung und große Bühne für den Film und die Förderung der Heidelberger Kinokultur.
Die Heidelberger Kinolandschaft ist geprägt durch Kinos mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Diese Vielfalt soll durch die Heidelberger Kinonacht deutlich werden. Für jeden Filmgeschmack ist etwas dabei. Die Nacht zum Feiertag wird für alle Heidelberger*innen zur Kinonacht.
Unser gesamtes Programm veröffentlichen wir am Montag, 28.09.
Highlights in der 5. Heidelberger Kinonacht in Gloria & Gloriette und KAMERA
VERFLUCHT NORMAL
Eröffnungsveranstaltung der 5. Heidelberger Kinonacht im GLORIA-Kino und im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie.
Freitag, 02.10, 18:00 Uhr, OmU - Eintritt frei - und eine Popcorntüte gibt es auch dazu!
in Kooperation mit dem Jugendgemeinderat der Stadt Heidelberg
Anschließend themenbezogene Diskussion bzw. Youth Talk Special mit Vertreter*innen aus dem Jugendgemeinderat, Betroffenen, Schulsozialarbeit und Fachpersonal.
GB 2025 | Regie: Kirk Jones | 121 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Robert Aramayo, Maxine Peake, Peter Mullan
Verstoßen, missverstanden und allein – so geht es John Davidson, als er in den 1980er-Jahren in Schottland mit Tourette-Syndrom aufwächst. Die Krankheit ist stigmatisiert und John wird als Problem abgestempelt. Doch er gibt nicht auf – vor allem wegen seiner Freund*innen Dotty und Tommy, die ihn in allen Dingen unterstützen. Der biografische Film erzählt berührend und lebensnah seine Geschichte vom Außenseiter zum heutigen Aktivisten für das Tourette-Syndrom.
ALTE LIEBE
Preview zum Start der Heidelberger Kinonacht am 02.10., 18:00 Uhr, KAMERA
Wir verlosen den gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bern Schroeder unter den Preview-Gästen.
D 2026 | Regie: Andreas Dresen | 116 Min. | FSK 6
Darsteller*innen: Dagmar Manzel, Joachim Król
Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes. Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an. Unter der
Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch. Sie fühlt sich kraftlos und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Welche Chancen hat sie verpasst? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? Harry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not.
Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart.
JIM QUEEN
Sondervorstellung in der Heidelberger Kinonacht am 02.10., 23:00 Uhr, OmU, Gloria
F/B 2026 | Regie: Nicolas Athané, Marco Nguyen | 85 Min. | FSK 16
Animationsfilm
Das Leben des queeren Fitness-Influencers Jim gerät aus den Fugen, als in Paris die Heterose grassiert – ein mysteriöses Virus, das schwule Männer hetero macht. Als der muskelbepackte Star der ikonischen „Gym Queens“ sich ebenfalls infiziert, wird er auf einen Schlag zum sozialen Außenseiter, dessen einziger verbliebener Follower ausgerechnet der frisch geoutete Twink Lucien ist. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Suche nach einem Heilmittel, um nicht nur Jim zu retten, sondern die gesamte Community vor dem Aussterben zu bewahren ...
Mit ihrer Animationskomödie für Erwachsene tauchen die Regisseure Marco Nguyen und Nicolas Athané tief in die queere Gegenwartskultur ein und ließen sich dabei von ihren persönlichen Erfahrungen innerhalb der Pariser LGBTQIA+-Szene inspirieren. Vor pointiertem Humor nur so sprühend, hinterfragt die bissige Satire neben Heteronormativität auch die ungeschriebenen Codes und Ausgrenzungsmechanismen der schwulen Community und macht augenzwinkernd deutlich, wie grau eine Welt ohne Regenbogen wäre.