Gloria & Gloriette - Die Kamera










Psychoanalyse & Film

Der Titel dieser Filmreihe ist durchaus programmatisch: Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen kommentieren Filme.
In langjähriger Tradition präsentieren wir monatlich einen ausgewählten Film ihrer Wahl. Unter psychologischen und -analytischen Gesichtspunkten werden die Filme von den Expertinnen und Experten betrachtet und vorgestellt. Der kurzen Einführung direkt vor Filmstart folgt im Anschluss an die Vorstellung eine ausführliche Analyse und die meist rege Diskussion mit dem Publikum.





Programmübersicht & Filmbeschreibungen:

Termin & Spielzeit Filmtitel & Referent
Mittwoch, 15.02.2023,
20:00 Uhr
Everything everywhere all at once
Eine Heldinnenreise ins Multiversum Vorgestellt von S. Ameskamp

Mittwoch, 29.03.2023,
20:00 Uhr
The Father
Berührendes Porträt eines Demenzkranken - aus seiner Sicht verfilmt Vorgestellt von A. Gilliard

Mittwoch, 26.04.2023,
20:00 Uhr
Der Geburtstag
Ein Kindergeburtstag führt in eine nächtliche, kafkaeske Odyssee Vorgestellt von C. Pop (Gastreferentin aus Saarbrücken)

Mittwoch, 24.05.2023,
20:00 Uhr
25 km/h
Born to be Mild. Zwei ungleiche Brüder auf einem Mofa-Roadtrip Vorgestellt von D. Nakhla

Mittwoch, 28.06.2023,
20:00 Uhr
Close
Eine fragile Jungenfreundschaft zerbricht an repressiven Männlichkeitskonzepten Vorgestellt von S. von Falkenhausen-Leube

Mittwoch, 27.09.2023,
20:00 Uhr
Parasite
Pechschwarze Tragikomödie über die südkoreanische Klassengesellschaft Vorgestellt von A. Métreaux und G. Schneider

Mittwoch, 25.10.2023,
20:00 Uhr
Im Westen nichts Neues
Die monströse Banalität des Tötens Vorgestellt von L. Janus

Mittwoch, 29.11.2023,
20:00 Uhr
Triangle of Sadness
Jung und schön trifft auf alt und reich. Eine Sozialsatire. Vorgestellt von R. Reffert

 




25 km/h

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 24.05., 20:00 Uhr

Born to be Mild. Zwei ungleiche Brüder auf einem Mofa-Roadtrip
Vorgestellt von D. Nakhla

D 2018 | Regie: Markus Goller | 116 Min. | FSK 6

Nach 20 Jahren treffen sich die beiden Brüder Georg und Christian auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. Beide haben sich zunächst wenig zu sagen: Georg, der Tischler geworden ist und seinen Vater bis zuletzt gepflegt hat, und der weitgereiste Top-Manager Christian, der nach Jahrzehnten erstmalig zurück in die Heimat kommt. Doch nach einer durchwachten Nacht mit reichlich Alkohol beginnt die Annäherung: Beide beschließen, endlich die Deutschland-Tour zu machen, von der sie mit 16 immer geträumt haben – und zwar mit dem Mofa. Völlig betrunken brechen sie noch in derselben Nacht auf. Trotz einsetzendem Kater und der Erkenntnis, dass sich eine solche Tour mit über 40 recht unbequem gestaltet, fahren sie unermüdlich weiter. Während sie schräge Bekanntschaften machen und diverse wahnwitzige Situationen er- und überleben, stellen sie nach und nach fest, dass es bei ihrem Trip nicht alleine darum geht, einmal quer durch Deutschland zu fahren, sondern den Weg zurück zueinander zu finden.



Der Geburtstag

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 26.04., 20:00 Uhr

Ein Kindergeburtstag führt in eine nächtliche, kafkaeske Odyssee
Vorgestellt von C. Pop (Gastreferentin aus Saarbrücken)

D 2019 | Regie: Carlos A. Morelli | 79 Min. | FSK 6

Der siebenjährige Lukas (Kasimir Brause) hat Geburtstag. Trotz angespannter Verhältnisse organisieren die getrennt lebenden Eltern Matthias (Mark Waschke) und Anna (Anne Ratte-Polle) eine große Kinderparty mit Pinata und Torte. Im Wohnzimmer toben die Kinder, in der Küche die Eltern: Der gestresste Matthias hat, mal wieder, das anstehende Vater-Sohn-Wochenende abgesagt und den versprochenen Zoobesuch verschoben. Als die Party vorbei ist, folgt das nächste Problem: Der kleine Julius (Finnlay Jan Berger) wird von seinen Eltern nicht abgeholt. Matthias will den fremden Jungen eigentlich nur loswerden, doch die Ereignisse überschlagen sich. Angetrieben von seinem erwachenden Beschützerinstinkt, übernimmt der Teilzeit-Papa Verantwortung für den hilflosen Julius und seine Augen öffnen sich schließlich auch für die Bedürfnisse seines eigenen Sohns.

Regisseur Carlos Morelli inszeniert in bestechenden Schwarz-Weiß-Bildern eine scheinbar alltägliche Familiensituation. Doch „Der Geburtstag“ enthält all das, was man von einem Kindergeburtstag am wenigsten erwartet: Unwetter, Streit und lange Gesichter. Nach seinem Langfilmdebüt „Mi Mundial“ liefert Morelli einen originellen Film Noir über einen Teilzeit-Vater, der über Nacht erkennt, was für ihn wirklich wichtig ist. Der Drehort Halle an der Saale liefert zudem wunderbare Kulissen für den atmosphärischen Retro-Look.



Everything Everywhere All At Once

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 15.02., 20:00 Uhr

Eine Heldinnenreise ins Multiversum
Vorgestellt von S. Ameskamp

Vorverkauf läuft!

USA 2022 | Regie: Dan Kwan, Daniel Scheinert | 139 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Michelle Yeoh, Jamie Lee Curtis, Ke Huy Quan, Jenny Slate, James Hong, Stephanie Hsu

11 Oscar®-Nominierungen 2023

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang (Michelle Yeoh) geht im Chaos ihres Alltags unter: Der bevorstehende Besuch ihres Vaters (James Hong) überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich, doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen sich auf, und die Menschen um sie herum haben, ebenso wie sie selbst, plötzlich weitere Leben in Parallelwelten. Sie entdeckt, dass das Multiversum real ist und sie auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen kann. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer großen, wenn nicht der größtmöglichen Mission betraut: Der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.



The Father

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 29.03., 20:00 Uhr

Berührendes Porträt eines Demenzkranken - aus seiner Sicht verfilmt
Vorgestellt von A. Gilliard

GB/F 2020
Regie: Florian Zeller
Darsteller*innen: Anthony Hopkins, Olivia Colman, Imogen Poots, Rufus Sewell

2 OSCAR® 2021:
Bester Hauptdarsteller (Anthony Hopkins) Bestes adaptiertes Drehbuch (Christopher Hampton & Florian Zeller)

Anne (Olivia Colman) ist in großer Sorge um ihren Vater Anthony (Anthony Hopkins). Als lebenserfahrener, stolzer Mann, lehnt er trotz seines hohen Alters jede Unterstützung durch eine Pflegekraft ab und weigert sich standhaft, seine komfortable Londoner Wohnung zu verlassen. Obwohl ihn sein Gedächtnis immer häufiger im Stich lässt, ist er davon überzeugt, auch weiterhin allein zurechtzukommen. Doch als Anne ihm plötzlich eröffnet, dass sie zu ihrem neuen Freund nach Paris ziehen wird, ist er verwirrt. Wer ist dann dieser Fremde in seinem Wohnzimmer, der vorgibt, seit über zehn Jahren mit Anne verheiratet zu sein? Und warum behauptet dieser Mann, dass Anthony als Gast in ihrer Wohnung lebt und gar nicht in seinem eigenen Apartment? Anthony versucht, die sich permanent verändernden Umstände zu begreifen und beginnt mehr und mehr zu zweifeln: an seinen Liebsten, an seinem Verstand und schließlich auch seiner eigenen Wahrnehmung.

Die Oscar®-Preisträger Anthony Hopkins (DAS SCHWEIGERN DER LÄMMER, NIXON, DIE ZWEI PÄPSTE) und Olivia Colman (THE FAVOURITE, THE CROWN) zeigen in Florian Zellers meisterhaft inszeniertem Regiedebüt THE FATHER ein Schauspiel von beeindruckender Echtheit, das den Zuschauer unvermittelt in das Leben mit Demenz versetzt. Das emotionale Filmdrama entstand nach Zellers gleichnamigem Theaterstück, das 2012 in Paris uraufgeführt wurde. Vielfach ausgezeichnet, begeisterte es seitdem überall auf der Welt das Theaterpublikum vom Londoner West End über den Broadway bis hin zu deutschen Theaterbühnen. Das Drehbuch verfasste Zeller gemeinsam mit Christopher Hampton (GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN). Mark Gatiss (THE FAVOURITE, SHERLOCK), Imogen Poots (GREEN ROOM, A LONG WAY DOWN), Rufus Sewell (JUDY, THE MAN IN THE HIGH CASTLE) und Olivia Williams (VICTORIA & ABDUL, AN EDUCATION) komplettieren die Besetzung dieser ergreifenden Verfilmung, die noch lange nachwirkt. (Tobis)



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