Gloria & Gloriette - Die Kamera










In meinem Kopf ein Universum





Polen 2014
Regie, Buch: Maciej Pieprzyca
Darsteller: Dawid Ogrodnik Dorota Kolak, Arkadiusz Jakubik, Helena Sujecka, Mikolaj Roznerski, Kamil Tkacz

Ihr Sohn ist nicht mehr als Gemüse“ bekommt die Mutter (Dorota Kolak) von einer wenig emphatischen Ärztin zu hören. Es ist das Jahr 1987, wir befinden uns in Polen, doch nicht nur hier ist das Wissen um schwere Nervenerkrankungen noch nicht sehr entwickelt. Mateus (Kamil Tkacz) ist sechs, sieben Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Sprechen kann er nicht, bewegt sich nur robbend, doch im Gegensatz zu der Ärztin ahnen die Eltern, dass ihr Sohn alles andere als ein Gemüse ist.
Die Jahre vergehen, Mateus wird älter (nun gespielt von Dawid Ogrodnik) sein Vater (Arkadiusz Jakubik) macht ihn mit der Faszination der Sterne vertraut, seine Geschwister Matylda (Helena Sujecka) und Tomek (Mikolaj Roznerski) haben sich längst an ihren ungewöhnlichen Bruder gewöhnt, der meist am Fensterbrett sitzt und die Nachbarschaft betrachtet.
Bald lässt ein Voice Over-Kommentar den Zuschauer an Mateus Gedanken teilhaben, die sich vor allem um Brüste drehen: Denn wenn immer sich eine Frau zu ihm runterbeugt, eröffnet sich Mateus der Blick in Dekolletes. Doch ob er einmal selbst so etwas wie Liebe erfahren wird? Eine Krankenschwester in einer Klinik, in der er nach dem Tod des Vaters und einem Schwächeanfall der Mutter lebt, scheint ihn ernsthaft zu mögen, doch ihre Zuneigung ist nur vorgetäuscht. So geht Mateus Suche weiter, doch dank eines Computersystems ist es ihm schließlich endlich möglich, zumindest rudimentär zu kommunizieren.


     

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