Gloria & Gloriette - Die Kamera










Die geliebten Schwestern





Deutschland 2014
Regie: Dominik Graf
Darsteller: Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Henriette Confurius, Claudia Messner, Ronald Zehrfeld
L├Ąnge: 140 Min.

Als die junge Charlotte von Lengefeld (Henriette Confurius) im Herbst 1787 von Rudolstadt an der Saale nach Weimar zu ihrer Patentante, der Frau von Stein (Maja Maranow) zieht, verabscheut die Adelige aus verarmten Hause schnell die Gesellschaft der Stadt. Bis sie zuf├Ąllig den jungen, aus W├╝rttemberg verbannten Autor Friedrich Schiller (Florian Stetter) kennenlernt. Die Initiative ihrer ├Ąlteren, wegen des Geldes ungl├╝cklich verheirateten Schwester Caroline von Beulwitz (Hannah Herzsprung) bringt Schiller nach Rudolfstadt, wo sich eine innige Beziehung zwischen den dreien entwickelt. Sie schicken sich codierte Briefe und landen schlie├člich zusammen im Bett des kranken Schiller. Die Schwestern, die sich schon fr├╝her unter dem Rauschen des Rheinfalls bei Schaffhausen Treue und ewige Offenheit schworen, beschlie├čen, dass die Lollo genannte Charlotte Schiller heiratet, damit auch ÔÇ×LineÔÇť ihm nah sein kann. Doch die Berufung Schillers an die Universit├Ąt Jenas und Carolines Flucht vor der zunehmend unertr├Ąglicheren Ehe bringen die drei im Laufe der Jahre auseinander. Zuerst verzichtet die ├Ąltere f├╝r die geliebte Schwester auf den geliebten Mann, dann verheimlicht sie Jahre sp├Ąter ein leidenschaftliches Treffen.
ÔÇ×Die geliebten SchwesternÔÇť, diese ungew├Âhnliche Liebesgeschichte dreier Figuren, die 13 Jahre ├╝berdauert, bedeutet die R├╝ckkehr des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Dominik Graf (u.a. 10 Grimme-Preise, Deutscher- und Bayerischer Fernsehpreis) ins Kino. Auch das Drehbuch ├╝ber die au├čerordentliche Liebe zwischen Friedrich Schiller und den beiden Schwestern Caroline von Beulwitz und Charlotte von Lengefeld stammt aus der Feder des Machers von ÔÇ×Im Angesicht des VerbrechensÔÇť.
W├Ąhrend die Bilder der TV-Koproduktion nicht die ├ťppigkeit gro├čer Hollywood-Dramen erreichen k├Ânnen, ├╝berzeugen die Darsteller, unterst├╝tzt durch die feine Sprache. Dabei darf man keine Schiller-Biografie erwarten, die Caroline sp├Ąter als erste schreiben wird. Der gro├če Dichter kommt nicht immer gut weg, verschl├Ąft die blutige Geburt seines Sohnes nebenan. Im Zentrum steht des Experiment einer au├čergew├Âhnlichen Liebe, bei der sich anfangs die Schwestern gegenseitig ├╝bertreffen mit liebevoller Aufopferung und Entsagen f├╝r den Anderen. Am Ende sind sie in Weimar angekommen und angenommen, doch in ihrer Liebe gescheitert. Die Euphorie des Anfangs wich einer Tristesse der B├╝rgerlichkeit. Dieses mutige Experiment mitzuerleben ber├╝hrt und interessiert. G├╝nter H. Jekubzik


     

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GLORIA FTB GmbH, Heidelberg.
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