Gloria & Gloriette - Die Kamera










Words & Pictures





USA 2013
Regie: Fred Schepisi
Drehbuch: Gerald Di Pego
Darsteller: Clive Owen, Juliette Binoche, Valerie Tian, Bruce Davison
115 Minuten

Der Film ist ein kleines Wunder – geistreich und witzig – über ein ernsthaftes Thema. Im Kern geht es um zwei Menschen, die auf der Suche nach ihrer Kreativität sich selbst zu retten versuchen. Wie der depressive Zyniker und die taffe Malerin verbal aufeinander losgehen, ist einfach toll. Die Dialoge wirken wie maßgeschneidert, sie sind oft boshaft, ironisch oder einfach komisch, aber stets ganz fein geschliffen. Jede Gemeinheit kommt passgenau, das Timing stimmt. Clive Owen und Juliette Binoche zeigen sich als ebenbürtige Partner: Juliette Binoche ist toll als schlagfertige Kratzbürste, aber sie kann auch anders. Sie spielt die Dina als verletzliche Frau, die sich nur nach außen stark gibt. Dadurch wirkt sie noch sympathischer. Als Malerin wagt sich Dina an großformatige Bilder, als Mensch ist sie eher für die leisen Töne zu haben. Sie gönnt sich höchstens mal ein kesses, kleines Lächeln, wenn sie gegen Jack eine der zahlreichen Verbalschlachten gewonnen hat. Ganz anders Clive Owen: Sein Jack ist ein echter Kerl, wie er im Buche steht, laut und geradeaus, ein Intellektueller, der seine Depressionen im Suff ertränkt und im betrunkenen Zustand gelegentlich komplett ausrastet. Erst durch Dina merkt er, dass er nur noch vor sich hinvegetiert. Sie kommt im richtigen Moment, als er dabei ist, sich durch seine Sauferei alles zu ruinieren. Die Schwingungen zwischen ihnen sind deutlich zu spüren. Jack zeigt sehr deutlich, wie sehr er von Dina fasziniert ist, während Dina die spröde, kühle Lady gibt.....


     

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