Gloria & Gloriette - Die Kamera










Zwischen Welten





Deutschland 2014
Regie, Buch: Feo Aladag
Darsteller: Ronald Zehrfeld, Mohsin Ahmady, Saida Barmaki, Abdul Salam Yosofzai, Felix Kramer, Burghart Klaussner
Länge: 98 Minuten

Nach ihrem großen Erfolg „Die Fremde“ wagt sich Feo Aladag nun an ein Thema und Genre, das im deutschen Kino kaum existent ist: „Zwischen Welten“ handelt von deutschen Soldaten im Krieg. Sie erzählt vom Einsatz in Afghanistan, dem Leben in einer ganz anderen Kultur und den Schwierigkeiten, zu erkennen, was in so einem Konflikt wirklich wichtig ist. Ein bemerkenswerter Film – aber auch ein umstrittener.

Wo es dann an die Geschichte geht, wird „Zwischen Welten“ sehr Deutsch, aber das ist nicht unbedingt schlecht. Zwar wirkt die Figurenkonstellation, die Ersatz-Vater/Bruder/Sohn-Konstruktion ein wenig forciert, aber im Gegensatz zu amerikanischen Filmen, wo praktisch nie an der Richtigkeit des Einsatzes gezweifelt wird, begibt sich Feo Aladag ins weite und vor allem spannende Feld der Ambivalenz: Warum kämpfen Deutschland in Afghanistan? Wird die Sicherheit des Westens tatsächlich am Hindukusch verteidigt, wie es der damalige Verteidigungsminister Peter Struck einst formulierte. Wie kann man moralische Maßstäbe mit militärischen Befehlen in Einklang bringen. Es sind kaum zu beantwortende Fragen, mit denen Ronald Zehrfelds Jesper hier konfrontiert wird, und gerade dass Feo Aladag ihm und seinem afghanischen Gegenüber Tarik kein wirkliches Happy End gönnt, macht ihren Film so konsequent und bemerkenswert.


     

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