Gloria & Gloriette - Die Kamera










Das Wochenende





Am 31.10., 14:30 Uhr, in den Sternstunden in der KAMERA

Deutschland 2012
Regie: Nina Grosse
Darstellende: Sebastian Koch, Katja Riemann, Tobias Moretti, Barbara Auer, Sylvester Groth, Robert Gwisdek, Elisa Schlott, uva.
Laufzeit: 98 Minuten

Inga (Katja Riemann) und Ulrich (Tobias Moretti) haben es sich in ihrer bürgerlichen Existenz bequem gemacht: Sie erfolgreiche Literaturagentin, Er erfolgreicher Konditor, schmucke Wohnung, teures Auto. Doch dann bringt ein Anruf alles durcheinander: Jens Kessler (Sebastian Koch) wird nach 18 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Und der ist nicht nur mehr oder weniger ehemaliger RAF-Terrorist, sondern auch Ingas Ex-Freund und Vater ihres Sohns Gregor (Robert Gwisdek). In der Einöde Brandenburgs, auf dem Hof von Jens Schwester Tina (Barbara Auer), trifft sich die Gruppe, vervollständigt durch Henner (Sylvester Groth), einen ehemaligen Gesinnungsgenossen, der ausstieg, bevor der Kampf zum Terror wurde, und Doro (Elisa Schlott), die halbwüchsige Tochter von Inga und Jens. Anfangs bemüht man sich redlich, den Frieden zu wahren, plaudert bemüht um den heißen Brei herum. Lange dauert es jedoch nicht, bis die alten, tausendmal diskutierten Fragen wieder auf dem Tisch sind: Was hat der bewaffnete Kampf gebracht, wie konnte Mord gerechtfertigt werden und angesichts von 18 Jahren Gefängnis: „Und, war es das wert?“
Die Positionen sind dabei verteilt, etwas zu klar und schematisch: Ulrich verachtet die Revolutionäre von einst und wird seinerseits von Jens verachtet. Die junge Doro ist fasziniert von Terroristen, ohne die einstigen Beweggründe auch nur ansatzweise zu begreifen, und Georg hasst seinen Vater, der sich nie um ihn gekümmert hat. Im Zentrum der emotionalen Verwicklungen steht jedoch Inga, von Katja Riemann mit hoher Leidensfrequenz gespielt. Nach 18 Jahren findet sie sich auf einmal wieder mit dem Mann konfrontiert, den sie einst abgöttisch liebte, der ihr durch seine Verhaftung entzogen wurde, und muss sich zum ersten Mal in ihrem Leben aktiv für bzw. gegen einen Lebensentwurf entscheiden... Q: Michael Meyns (für Programmkino.de)


     

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