Gloria & Gloriette - Die Kamera










Ein griechischer Sommer





Vom 18.-31. Juli 2013 im GLORIA-KinderKino

Originaltitel: Nicostratos
Griechenland/Frankreich 2011
Regie: Olivier Horlait
Mit Emir Kusturica, Thibault Le Guellec, Francois-Xavier Demaison, Jade-Rose Parker, Gennadios Patsis, Valériane de Villeneuve, Ntinos Pontikoloulos u.a.
95 Minuten

„Manche Prüfungen entzweien, manche vereinen“, heißt es am Ende dieser parabelhaften Sommergeschichte. Der Franzose Eric Boisset hat sie nach einer Reise durch Griechenland aufgeschrieben, nachdem ihm ein Junge aufgefallen war, der mit einem Pelikan auf Tour durch Urlaubsorte ging und sich damit ein Taschengeld verdiente. Weil beim Stichwort Griechenland aktuell immer auch gleich die Finanzkrise assoziiert wird, erwartet man freilich diesbezüglich selbst in einem Kinder- und Jugendfilm Kommentare zur Situation. Und ja, auch wenn die Krise selbst nicht das Thema ist, ein paar Verweise zur aktuellen Misere lassen sich durchaus finden.

Primär aber handelt „Ein griechischer Sommer“ von einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier, wobei es diesmal weder Hund noch Pferd sind, sondern ein Pelikan. Der 14-jährige Yannis (Thibault Le Guellec) entdeckt den kranken Vogel, als er im Auftrag seines Vaters schwarzgebrannten Raki an Bord eines im Hafen liegenden Schiffes ausliefert (wer mag, kann darauf gerne einen Kommentar auf die auf See lauernden Gefahren durch betrunkene Kapitäne sehen). Allerdings muss Yannis für den zerzausten Pelikan das ihm von seiner verstorbenen Mutter vermachte Kreuzamulett eintauschen. Womit er nun gleich zwei Dinge vor seinem stets mürrischen Vater (Emir Kusturica als glaubhaft den zurückgezogen lebenden und leidenden Mittelmeermenschen spielend) verbergen muss: den maladen Vogel und das nun anstelle des Erbstücks um seinen Hals baumelnde Holzkreuz.

Für das verschlafene Fischerdorf auf der (fiktiven) Ägäisinsel Zora freilich ist der bald genesene und wieder flugtaugliche Pelikan indes ein Glücksfall. Yannis nämlich lässt sich vom Kneipenwirt Aristoteles überreden, mit dem Pelikan für Fotos der Touristen zu posieren. Dem Fremdenverkehr jedenfalls tut diese kleine Attraktion mehr als gut, das Geschäft der flugs auf „Nicostratos“ umgetauften Dorftaverne läuft prächtig. So lange, bis der Pelikan durch einen Unfall verletzt wird und somit die Insel ihre Hauptattraktion wieder verloren hat – würde nicht doch noch ein Wunder geschehen. Klar ist: das Wunder, es wird kommen – und mit ihm auch die Versöhnung zwischen Vater und Sohn......."

Q:programmkino.de, Thomas Volkmann


     

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