Gloria & Gloriette - Die Kamera










Tabu - Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden





Deutschland/Österreich/Frankreich/Luxemburg 2011
Regie: Christopher Stark
Drehbuch: Ursula Mauder
Darstellende: Lars Eidinger, Peri Baumeister, Rainer Bock, Vera Borek, Claude Breda, uva.
Laufzeit: 100 Minuten

Wer die tragische Liebesgeschichte von Georg Trakl und seiner Schwester, der Pianistin und Komponisten Grete Trakl, später Brückner, nicht kennt, sieht sie in erotischen Farben und Formen im Film „Tabu“. Dass die Liebe den Charakter einer Sucht annehmen kann, vielleicht sogar muss, wenn gesellschaftliche Widerstände zu stark sind, damit sich dieses magischste aller Gefühle entfaltet: Etwas, an dem die Liebenden wachsen. Ihre Weisheit, die in jeder Liebe steckt und die sie unermüdlich verkündet, entwickelt Schüler zu Erwachsenen. Aber eben nur auf dem Boden der Freiheit.
Trakl und seine Schwester hatten sie nicht. Geschwisterliebe ist ein Tabu, das, was daraus werden kann, ein Kind, ist dann eben eine Fehlgeburt, wie in diesem Film gezeigt und so mancher Zuschauer denkt sich dabei: „Gut so, nur Widernatürliches kann in Blut, Schmerz enden, die Schande wider der Natur rächt sich.“
Aber wer dieses bittere Wort Inzest mit gewalttätiger Sexualität, Zwang, familiärer Enge, Perversion und Anti-Evolutionäres assoziiert, erfasst nicht das Leid, das in dieser von von Christoph Stark erzählten Liebesgeschichte steckt und das Georg Trakl selbst immer und immer wieder in seinen Gedichten thematisiert, aber niemals so tragisch wie in dem Vers "Es ist die Seele … ein Fremdes auf Erden". Q: suite101.de

Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat: Besonders wertvoll


     

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