Gloria & Gloriette - Die Kamera










Mein Freund, der Delfin





2013 im GLORIA-KinderKino

USA 2011
Regie: Charles Martin Smith
Darstellende: Nathan Gamble, Harry Connick, Ashley Judd, Kris Kristofferson, Morgan Freeman, uva.
Laufzeit: 113 Minuten
Altersfreigabe (FSK): 0 Jahre
Unsere Empfehlung: ab 5 Jahren

Der elfjährige Sawyer (Nathan Gamble) ist ein schüchterner und einzelgängerischer Junge. Als sein Cousin Kyle (Austin Stowell) zum Militär geht, verliert Sawyer auch noch seinen Ersatzbruder. Eines Morgens entdeckt der Junge am Strand einen Delfin, der sich in einem Krabbennetz verfangen hat. Sawyer befreit das Tier mit seinem Taschenmesser und ruft Hilfe. Dr. Clay Haskett (Harry Connick Jr.) aus dem nahegelegenen Clearwater Marine Hospital kann dem Delfin vorerst das Leben retten und bald freundet sich Sawyer nicht nur mit dem auf den Namen Winter getauften Meeressäuger an, sondern auch mit Clays Tochter Hazel (Cozi Zuehlsdorff). Doch Winter ist weiter in Gefahr, denn ohne Schwanzflosse kann sie auf Dauer nicht überleben. Die schlechten Nachrichten häufen sich, als ein Sturm die Meeresstation verwüstet und Kyle verwundet heimkehrt. Bei einem Besuch im Militärkrankenhaus lernt Sawyer den exzentrischen Forscher Dr. Cameron McCarthy (Morgan Freeman) kennen, einen Spezialisten für die Herstellung von Prothesen. Der Junge bitte McCarthy, eine künstliche Flosse für Winter zu entwerfen. Erste Versuche scheitern und als das Geld schließlich so knapp wird, dass sich Clay gezwungen sieht, die Station an einen Investor zu verkaufen, der sie in eine Hotelanlage verwandeln will, müssen sich Sawyer und Hazel schnell etwas einfallen lassen...
Die Geschichte von dem gestrandeten Delfin, der seine Schwanzflosse verliert und dem durch eine speziell für ihn angefertigte, neuartige Prothese das Leben gerettet wird, klingt geradezu märchenhaft, aber sie beruht auf wahren Begebenheiten. Mehr noch: Das in Florida zur lokalen Berühmtheit gewordene Tier übernimmt im Film die eigene Rolle. Der beeindruckende Auftritt Winters in ihrer gewohnten Umgebung der Clearwater Pflegestation verankert die optimistische und hoffnungsvolle Geschichte wirksam in der Realität, was ihren ungewöhnlichen Charakter noch unterstreicht. Die Filmemacher fügen diesem ohnehin wundersamen Kern unter anderem noch ein Familiendrama, eine Naturkatastrophe, existenzielle Geldsorgen und Kriegsverletzungen hinzu. In der Häufung der bedrohlichen Wendungen, auf die natürlich ein ausgiebig zelebriertes Happy-End am „Save Winter Day" folgt, werden die Konventionen des Familienfilms gelegentlich allzu deutlich – es fehlt nur noch, dass Sawyers alleinerziehende Mutter Lorraine (Ashley Judd) mit Hazels verwitwetem Vater Clay verbandelt wird. Aber alle Einwände gegen die genretypische Vorhersehbarkeit verblassen angesichts der überaus einfühlsamen und liebevollen Darbietungen aller Beteiligten.
Q: Andreas Staben (filmstarts.de)

Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat: Wertvoll


     

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