Gloria & Gloriette - Die Kamera










Einer wie Bruno





Deutschland 2011
Regie: Anja Jacobs
Kamera: Daniel Möller
Darsteller: Christian Ulmen, Lola Dockhorn, Lucas Reiber, Peter Kurth, Hans Löw, uva.
Länge: 100 Minuten

Die 13-jährige Radost (Lola Dockhorn) lebt allein mit ihrem Vater. Doch Bruno (Christian Ulmen) ist kein Vater wie alle anderen. Er leidet an Oligophrenie, einer angeborenen Intelligenzschwäche und geistigen Behinderung, was ihn im Alltag mehr zu einem Spielkameraden als zu einem Erziehungsberechtigten macht.
Trotzdem sind die beiden ein gutes Gespann, das sich auch mit List und Witz gegen manche Tücke des Jugendamtes behaupten kann. Doch mit Radosts beginnender Pubertät offenbaren sich die ersten gravierenden Probleme. Je älter und reifer das Mädchen wird, umso mehr wird Radosts geistige Überlegenheit Bruno gegenüber bemerkbar. Und wie alle Erwachsenen findet auch Bruno in dieser Entwicklungsphase immer schwerer Zugang zu der Welt seiner Tochter. Was früher spielend gelang, endet jetzt in lautstarken Auseinandersetzungen. Bruno, der seine Tochter bedingungslos liebt, verzweifelt immer mehr.
Radost sehnt sich danach, ein ganz normaler Teenager sein zu dürfen, mit erster Liebe, erstem Kuss und den ersten Schritten ins Erwachsenenleben. Sie will nicht mehr rund um die Uhr Betreuungsperson sein für einen, der geistig auf dem Stand eines Zehnjährigen geblieben ist. Der schmerzliche Bruch scheint unausweichlich, als auch noch der lässige Benny Schmidtbauer (Lucas Reiber) neu in Radosts Klasse kommt und sich das Mädchen zum ersten Mal ernsthaft verliebt...

Ausgezeichnet mi dem FBW-Prädikat: Wertvoll


     

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