Gloria & Gloriette - Die Kamera










Der Schnee am Kilimandscharo





Drama aus dem Marseiller Arbeitermilieu von Robert Guediguian.
Originaltitel: Les neiges du Kilimandjaro
Frankreich 2011
Regie: Robert Guédiguian
Darsteller: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan
Laufzeit: 90 Minuten

Klassenkampf reloaded. Ein gefeuerter Hafenarbeiter fragt sich, wie viel Proletarier eigentlich noch in ihm steckt.
Michel (Jean-Pierre Darroussin) ist Hafenarbeiter und leidenschaftlicher Gewerkschafter. Eines Tages muss er mehrere Kollegen entlassen und feuert sich aus Solidarität selbst gleich mit. Sein neues Leben als Frührentner genießt er zunächst in vollen Zügen. Auf einer Party zu seinen Ehren bekommen er und seine Frau Marie-Claire (Ariane Ascaride) einen hohen Geldbetrag geschenkt. Angelehnt an ihr gemeinsames Lied „Les Neiges du Kilimandjaro“ von Pascal Daniel sollen die beiden damit eine Reise nach Afrika unternehmen. Als sie kurz darauf von zwei maskierten Räubern um dieses Geld erleichtert werden, scheint das zunächst ein Zufall zu sein. Erst nach einer Weile kommt Michel dahinter, dass einer der Räuber auf der Party gewesen sein muss.
Der Schnee am Kilimandscharo präsentiert uns zu Beginn eine Idylle. Zwar schleicht sich hier die Realität in Form von Stellenabbau ein, ansonsten konfrontiert uns Guédiguian aber mit unermüdlich optimistischen Menschen, die sich selbstbewusst den Problemen des Alltags stellen. Für kurze Zeit ändert sich durch den Überfall der Grundton des Films und Michel wird auf eine Detektivsuche geschickt, an dessen Ende sich sein ehemaliger Kollege Christophe (Grégoire Leprince-Ringuet) als Räuber erweist. Der Film könnte hier ohne weiteres vorbei sein. Michel ruft die Polizei, der Täter wird festgenommen, und die alte Ordnung ist wieder hergestellt. Doch eigentlich beginnt Der Schnee am Kilimandscharo zu diesem Zeitpunkt erst richtig.
Filmkritik von Michael Kienzl


     

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