Gloria & Gloriette - Die Kamera










I, Tonya





USA 2017
Regie: Craig Gillespie
Darsteller: Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, Bobby Cannavale

Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch, denn dies ist nicht nur einer der größten, sondern auch absurdesten Skandale in der Geschichte des Sports. 1994 war mit einer Eisenstange ein Attentat auf die Eiskunstläuferin Nancy Kerrigan verübt worden, augenscheinlich, um sie als Konkurrentin in den US-Meisterschaften auszuschalten. Als Strippenzieherin geriet rasch Tonya Harding in Verdacht, die einzige Amerikanerin, die den sogenannten Dreifach-Axel, einen der schwierigsten Sprünge überhaupt, perfekt aufs Eis brachte. Dies ist - darauf verweist schon der Filmtitel - ihre Sicht der Dinge.

Doch wer nun glaubt, es mit einer trockenen Filmbiografie zu tun zu haben, in der die Fakten korrekt aufgeführt und erklärt werden, in der eine kontroverse Figur in einem neuen Licht dargestellt wird, sieht sich getäuscht. „I, Tonya“ ist eine pechschwarze Satire, furios, urkomisch und unglaublich...

Das Herzstück des Films ist aber die schauspielerische Leistung von Titeldarstellerin Margot Robbie, nicht nur ihrer Eislaufkünste wegen. Robbie legt ihr Figur irgendwo zwischen trotzig und hysterisch an, zwischen vulgär und kämpferisch - ohne, dass sie zur Witzfigur gerät. Mehr noch: Tonya Harding ist in der Darstellung Robbies ein vielschichtiger, dreidimensionaler Charakter, der uns seine Seite der Geschichte erzählt. Wenn sie direkt in die Kamera schaut und den Zuschauer anspricht, glauben wir ihr: Hier ist eine Frau, die von Beginn an keine Chance hatte. (programmkino.de)


     

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